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Bayern-Ei-Affäre:Tierschützer fordern mehr Tierwohl in Ställen

Der Bund Naturschutz (BN) und der Deutsche Tierschutzbund haben Agrarminister Helmut Brunner (CSU) aufgefordert, endlich mehr für das Tierwohl in der Nutztierhaltung zu tun. Der Skandal um den Eier-Produzenten Bayern-Ei zeige einmal mehr, dass industrielle Tierhaltung nicht kontrollierbar sei und die Tierschutzstandards in Ställen dringend verbessert werden müssten, sagte BN-Chef Hubert Weiger. Die Firma Bayern-Ei, die in mehreren Großställen in Niederbayern 1,1 Millionen Legehennen in Käfigen hält, steht im Verdacht, 2014 einen europaweiten Salmonellen-Ausbruch mit zwei Toten verursacht zu haben. Außerdem laufen Vorermittlungen wegen Verletzung der Tierschutzvorschriften gegen die Firma. BN und Tierschutzbund verlangen, dass die Käfighaltung von Legehennen verboten wird und die Tiere mehr Platz in den Stallungen bekommen. Auch die Vorgaben für die Haltung von Masthühnern müssten verbessert werden. Bei der Schweinehaltung fordern die Verbände, die betäubungslose Kastration von Ferkeln und das Schwanzkupieren zu verbieten.

© SZ vom 10.07.2015 / cws

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