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Augsburg:Mann bei Streit an Bushaltestelle getötet

Der 28-Jährige war aus noch unbekannten Gründen mit einem Paar aneinander geraten. Die genauen Todesumstände sind noch unklar. Die beiden Tatverdächtigen wurden festgenommen.

Von Florian Fuchs

Bei einer Auseinandersetzung vor einer Bushaltestelle ist am Freitagabend in Augsburg ein 28-Jähriger getötet worden. Der Mann war offenbar in Streit mit einem Pärchen geraten, das an der Haltestelle vorbeiging. Zeugen alarmierten die Polizei, die den 28-Jährigen schwer verletzt auf der Fahrbahn liegend fanden. Ein herbeigerufener Notarzt konnte das Leben des Mannes nicht mehr retten. Die Kriminalpolizei nahm bereits am Samstagmorgen ein Paar fest, das dringend tatverdächtig ist.

Der Notruf ging gegen 18.30 Uhr bei der Einsatzzentrale ein. "Die ersten Einsatzkräfte waren schnell vor Ort", sagte der Sprecher des Präsidiums, Michael Jakob, zu Medienvertretern am Tatort. Die Ermittler vernahmen umfangreich Zeugen, berichtete die Staatsanwaltschaft am Samstag. Es habe sich zunächst ein verbaler Streit entwickelt, der dann in eine Auseinandersetzung mündete. Der Auslöser des Streits blieb vorerst ungeklärt. Gerüchte, wonach der 28-Jährige mit einem Messer niedergestochen worden sei, kommentierte das Präsidium nicht. Unmittelbar nach der Auseinandersetzung flüchtete das Paar zu Fuß vom Tatort. In der Nähe der Bushaltestelle befinden sich eine Schule und eine Kindertagesstätte, mehrere Wohnblöcke mit Hochhäusern, aber auch Einfamilienhäuser und Reihenhäuser. Die Polizei wollte noch in der Nacht Hinweisen nachgehen und dafür auch gezielt an einige Wohnungen in der Umgebung klingeln. Vor der Bushaltestelle bauten die Einsatzkräfte ein großes Zelt auf, in dem die Spurensicherung arbeitete. Die Polizei leitete eine Fahndung ein und durchsuchte mit Taschenlampen die Umgebung.

Die schnelle Reaktion der Ermittler brachte Erfolg: In den Morgenstunden des Samstags nahm die Polizei eine 19-Jährige und einen 27-Jährigen im Stadtgebiet Augsburg fest. Sie sind laut Staatsanwaltschaft des Totschlags verdächtig. Ein Ermittlungsrichter soll am Sonntag über die Haftfrage entscheiden.

© SZ.de/ffu/lfr
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