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Wartung und Service:Das bringt der Kundendienst fürs Fahrrad

Eine gut eingerichtete Werkstatt ist das A und O, ob im professionellen Umfeld oder daheim im Radkeller. ; Fahrrad-Werkstatt

Eine regelmäßige Inspektion deckt Mängel am Fahrrad rechtzeitig auf.

(Foto: www.pd-f.de / grofa)

Es funktioniert doch tadellos - muss es trotzdem zum Service in die Werkstatt? Und was darf der kosten? 30, 50, 100 Euro?

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen wecken viele Pendler, Sportler und Gelegenheitsradler ihre Fahrräder aus dem Winterschlaf. Doch bevor die ersten Kilometer auf dem Rad zurückgelegt werden, sollte überprüft werden, ob alle Teile einwandfrei funktionieren. Wer handwerklich geschickt ist, kann viele Bauteile selbst kontrollieren. Schwierig wird es, wenn Federelemente gewartet oder Räder zentriert werden müssen - dann ist Fachwissen und Spezialwerkzeug unerlässlich.

Muss der Kundendienst wirklich sein?

Auch wenn das Fahrrad tadellos funktioniert, sollte es in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Alle mechanischen und elektrischen Komponenten müssen regelmäßig gepflegt werden, damit sie lange Zeit uneingeschränkt funktionieren. Bewegliche Teile wie Kette und Zahnkränze nutzen sich mit der Zeit ab. Werden sie nicht rechtzeitig ausgetauscht, erhöht sich der Verschleiß. "Wartung und Pflege lohnt sich. Das Rad funktioniert besser und hält länger", urteilt auch die Stiftung Warentest.

Kleine Inspektion schon ab 35 Euro

In der Regel bieten Fahrradwerkstätten verschiedene Service-Pakete an. Eine kleine Inspektion, bei der alle sicherheitsrelevanten Teile überprüft werden, sollte laut Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) nicht mehr als 50 Euro kosten. Wer sein Fahrrad täglich nutzt, sollte diese Kontrolle einmal im Jahr durchführen lassen.

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Bei einer kleinen Inspektion, auch Durchsicht genannt, prüft der Mechaniker alle Schrauben, stellt die Schaltung ein und kontrolliert die Bremsen. Materialkosten wie Schaltkabel oder Bremsbeläge müssen bei günstigen Servicepauschalen, die bereits ab 35 Euro erhältlich sind, jedoch gesondert bezahlt werden.

Umfassender Service für 100 Euro

Ein ausführlicherer Check kann bis zu 100 Euro kosten. Bei der großen Inspektion werden zusätzliche Bauteile wie Naben und Lager geprüft. Je nach Angebot sind gewisse Ersatzteile bereits im Basispreis enthalten. Der große Kundendienst lohnt sich, wenn das Rad nach mehreren Jahren erstmals wieder aus dem Keller rollen soll.

Der höhere Preis rechnet sich auch dann, wenn sich bereits Mängel an Naben, Laufrädern oder anderen Komponenten abzeichnen. Die Wartung der Federelemente verursacht unter Umständen höhere Kosten, da Gabeln und Dämpfer für bestimmte Arbeiten an den Hersteller geschickt werden müssen. Eine kompetente Werkstatt erstellt bei aufwändigen Reparaturarbeiten einen Kostenvoranschlag.

Egal, ob Durchsicht oder große Inspektion: Der Mechaniker wird es Ihnen danken, wenn Sie das Fahrrad vor dem Kundendienst putzen - außer der Service beinhaltet explizit eine Radwäsche. Denn nichts ist ärgerlicher, als sich durch eine verkrustete Dreckschicht am Mountainbike zu kämpfen, wenn man die Technik des Rades pflegen will.

Checkliste zum Download

Eine Orientierungshilfe, welche Werkstattleistungen in den einzelnen Servicepaketen enthalten sein sollten, bietet der Bundesinnungsverband für das Deutsche Zweiradmechaniker-Handwerk auf seiner Internetseite zum Download an.

Kostenlose Erstinspektion ist nachhaltig für Händler und Kunden

Wer ein Fahrrad kauft, geht im Idealfall eine langfristige Beziehung mit dem Händler ein. Der Geschäftsmann profitiert von den Einnahmen regelmäßiger Serviceleistungen, während der Fahrradbesitzer einen kompetenten Fachmann an seiner Seite hat. Eine kostenlose Erstinspektion ist üblich, um das Vertrauen gegenüber dem Händler aufzubauen.

Manche Werkstätten verlangen dagegen einen Aufpreis, wenn sie erstmals ein Fremdrad, vor allem aus dem Versandhandel, inspizieren sollen. Oft macht sich der Unmut bemerkbar, wenn Radler ihr Zweirad günstig im Internet bestellen und anschließend Servicedienstleistungen im Fachhandel in Anspruch nehmen. Dabei können die niedergelassenen Zweiradexperten auf Dauer selbst davon profiiteren. Durch faire Serviceangebote könne der Fachhandel potenzielle Neukunden gewinnen, sagt der ADFC.

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Wartezeiten sind im Frühjahr am längsten

Im April und Mai stehen die Fahrräder vor den Werkstätten Schlange. Denn zum Saisonstart wollen die meisten Radler ihr Fahrrad fit machen. Dementsprechend müssen viele Kunden einige Wochen auf einen Servicetermin warten. Wer bereits im Winter an den Service denkt, spart sich die lange Wartezeit und profitiert zudem bei vielen Werksätten von zeitlich begrenzten Winterrabatten.

Komfortabler Rundumservice gegen Aufpreis

Zusätzlich zur Inspektion bieten einige Werkstätten weitere Leistungen an. Häufiges Extra ist ein meist kostenpflichtiger Hol- und Bringservice für das Fahrrad. Dieser Service lohnt sich vor allem für Kunden, die einige Kilometer vom Händler entfernt wohnen und das Rad nicht mit dem eigenen Auto transportieren können.