VerkehrAcht Fehler, die die meisten Motorradfahrer begehen

Dauerblinken, Kurven schneiden oder durch den Stau schlängeln: Diese Marotten vieler Biker sind nicht nur lästig für andere Verkehrsteilnehmer, sondern oft auch verboten.

Von Felix Reek

Im Stau durch den Verkehr schlängeln

Es keinen Meter voran. Mal wieder. Auto reiht sich an Auto, ohne dass sich der Verkehr spürbar bewegt. Es sei denn, man sitzt auf einem Motorrad. Einfach langsam durch die Reihen gleiten, an den stehenden Fahrzeugen vorbei. Das Problem ist nur: Im Gegensatz zu Radlern und Mofa-Lenkern ist das Motorradfahrern nicht erlaubt. Es ist allenfalls geduldet. Das gilt sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn. Wer rechts vorbei fährt, überholt juristisch gesehen falsch. Wer es auf der linken Seite probiert, unterschreitet den einzuhaltenden Mindestabstand von einem Meter.

Für Motorradfahrer haben gerade langwierige Autobahnstaus unangenehme Folgen. Das Bike über mehrere Stunden aufrecht zu halten ist anstrengend, den Motor im Stand laufen zu lassen schlecht für die Maschine. Auf dem Seitenstreifen abstellen darf er es auch nicht. Bestrebungen, die Standspur für Motorradfahrer freizugeben, gibt es seit Jahren. Die Idee ist aber weit davon entfernt, umgesetzt zu werden.

Bild: imago/blickwinkel 27. April 2017, 11:082017-04-27 11:08:03 © Süddeutsche.de/harl/dd