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Škoda Fabia RS:Limousinenschreck

Mit einem Kleinwagen möchte man eigentlich sparen. Der Fabia RS gibt sich aber als giftgrüner Wüstling, der gerne gestandene Limousinen verschreckt. Ein etwas anachronistischer Škoda, dafür einer mit hohem Spaßfaktor.

Für einen Kleinwagen gibt es gute Argumente. Schlau sind die Fahrer derselben und passen sich nicht dem üblichen automobilen Streben nach mehr PS, mehr Karosserie oder hoch gebauten Pseudo-Geländewagen an.

Škoda Fabia RS

Für links gebucht

In der Stadt drehen sie mancher Großraumlimousine bei der Parkplatzsuche eine lange Nase und beim Kauf sparen sie ebenso viel Geld wie an der Tankstelle. Der Škoda Fabia ist so ein Geselle. Er gilt gar als besonders schlauer Kauf, weil er solide VW-Technik zum Koreaner-Preis bietet. Da ist es kein Wunder, wenn in der Regel auch kleine, eher schwächere Motoren in den kleinen Kisten stecken.

Es gibt aber auch diese anderen Kleinwagen. Die nämlich, die aussehen wie frisch von der Rennstrecke gekommen und reichlich PS unter Haube haben. Und die erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die meisten der renommierten Kleinwagen-Hersteller haben mittlerweile einen Giftzwerg im Programm. Die erzielen zwar keinen großen Absatz, sind aber gut fürs Image.

Am eigenen Image feilen will auch der Škoda Fabia RS. Er zeigt sich In giftgrün, mit schwarzem Dach und rot lackierten Bremssätteln, die zwischen den Speichen der 17-Zoll-Felgen frech hervorlugen - und will die Limousinen ärgern. Auf deren ureigenstem Revier, de Autobahn.

Dazu hat er einen 1.4-TSI-Motor mit auf den Weg bekommen, der stolze 180 PS leistet. Damit lässt der Tscheche exakt die gleichen, großen Muskeln spielen wie sein deutscher Bruder VW Polo GTI oder der rassige Spanier Seat Ibiza Cupra. Daneben gibt es noch Konkurrenz von Fiat in Form des Abarth 500 Essesse mit 160 PS, den Opel Corsa OPC mit 192 und den Renault Twingo Gordini RS mit 133 Pferdestärken. Viel Feind, viel Ehr' also.

Eine feine Sache, so ein Powerzwerg, und so steuern wir geradewegs auf die Autobahn, wo derlei Konkurrenz an geballter Kleinwagen-Kraft allerdings eher selten zu finden ist. Was sich aber reichlich findet sind die Audi A4, die C-Klassen von Mercedes und die 3er von BMW, die vom Status her erst mal einen erhöhten Anspruch auf die linke Spur erheben. Und die kann der Fabia RS durchaus das Fürchten lehren.

Denn mit seinem verhältnismäßig geringen Gewicht von 1315 Kilogramm und dem drehmomentstarken aufgeladenen Direkteinspritzer gibt es auch jenseits der 160 Stundenkilometer noch reichlich Vortrieb. Zwischen 2000 und 4500 Umdrehungen pro Minute stellt er seine 250 Newtonmeter bereit und hat seine Leistungsspitze erst bei 6200 Umdrehungen erreicht.

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