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Ratgeber:Was ist bei der Zusatzversicherung zu beachten?

Was ist bei der Zusatzversicherung zu beachten? Bei manchen Versicherern steht eine sogenannte Nachtklausel im Vertrag. Wird das Fahrrad zwischen 22 Uhr und 6 Uhr gestohlen, greift der Versicherungsschutz nur, wenn es in einem abgeschlossenen Raum stand oder benutzt wurde. Das heißt: Steht das Rad gerade vor der Kneipe, weil der Halter sich drinnen ein Bier gönnt, ist es geschützt. Steht es aber jede Nacht vor dem Haus auf der Straße, zahlt die Versicherung nicht. "Manche Versicherer verzichten auf diese Klausel", sagt Roland Huhn, Rechtsreferent beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC).

Fahrradbesitzer können sich viel Ärger sparen, wenn sie einen Blick in die Vertragsbedingungen werfen. Sie sollten das ohnehin tun, denn darin wird zum Beispiel auch festgelegt, ob der Versicherer zahlt, wenn das Fahrrad zwar abgeschlossen, nicht aber an einem Laternenmast oder Zaun befestigt war.

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Wann lohnt sich eine spezielle Fahrradversicherung?

Die Hausratsversicherer erstatten in der Regel den Neuwert eines Fahrrads. Es gibt aber eine Obergrenze, die Huhn zufolge bei ein bis vier Prozent der Hausratversicherungssumme liegt. Bei einem kleinen Haushalt mit teurem Fahrrad reiche diese Summe oft nicht aus, um das gestohlene Rad zu ersetzen. Wer ein teures Fahrrad besitzt oder keine Hausratversicherung abgeschlossen hat, sollte also über eine Fahrradversicherung nachdenken. Je nach Wert des Zweirads kann diese mehrere hundert Euro pro Jahr kosten.

Gibt es noch etwas, was ich tun kann?

Nicht jedes Fahrrad ist für immer weg. Wird es von der Polizei gefunden, ist es für die Beamten leichter, den Eigentümer zu ermitteln, wenn das Fahrrad codiert ist. Das geht zum Beispiel bei einem Fachhändler oder dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Auch manche Polizeidienststellen bieten diesen Service an. Außerdem hilfreich: ein gut ausgefüllter Fahrradpass mit der Rahmennummer des Rads, Marke und Modell, am besten zusätzlich mit einem Foto des Fahrrads.

Wer ein Smartphone besitzt, kann die kostenlose Fahrradpass-App der Polizei (für iOS und Android) nutzen. Mit dieser lassen sich alle wichtigen Daten speichern, im Notfall ausdrucken oder per Mail verschicken, zum Beispiel an die Polizei oder den Versicherer.