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Nissan Leaf:Im Alltag ist nach rund 100 Kilometern Schluss

Ein Beispiel: Der Mitsubishi i-MiEV, der Ende 2010 nach Deutschland kommen soll, wird rund 34 000 Euro inklusive Batterie kosten. So ist der alternative Antrieb erst durch beträchtliche Subventionen marktfähig. Allerdings hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bereits sein Veto dagegen eingelegt, den Kauf der ersten 100.000 E-Autos mit jeweils 5000 Euro zu fördern.

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Die japanische Regierung hingegen unterstützt den Kauf des i-MiEV mit 11.000 Euro, die Landesregionen wie Tokio legen noch einmal bis zu 4000 Euro drauf. Damit kostet der 3,40 Meter kurze City-Stromer mit 47 kW (64 PS) dann nur noch so viel wie ein gut ausgestattetes Kompaktauto - ein Preis, den auch Nissan für den 80 kW (109 PS) starken Leaf anvisiert.

Allerdings müssen sich die Kunden bei dem einen wie dem anderen Fahrzeug mit rund 150 Kilometer Reichweite im EU-Zyklus begnügen. Erste Fahrversuche zeigen, dass im Alltag aber schon bei rund 100 Kilometer Schluss ist. Dann muss der i-MiEV sieben Stunden lang an die Steckdose. Der Nissan Leaf soll an Schnellladestationen in weniger als 30 Minuten gut 80 Prozent der Batteriekapazität nachfüllen können. Doch die starke Hitze, die bei solchen Blitzbetankungen in den Zellen entsteht, lassen Lithium-Ionen-Batterien schnell altern.

Mit 4,44 Meter Länge will der Nissan Leaf ein voll alltagstaugliches Familienauto sein. Deshalb kalkulieren seine Erbauer für 2011 schon mit einem Volumen von rund 50.000 Einheiten; zwei weitere E-Modelle von Nissan sollen folgen. Partnerfirma Renault wird auf der IAA im September seine Elektro-Offensive mit vier Konzeptfahrzeugen starten, darunter ein Zweisitzer auf Basis der nächsten Smart-Generation; von 2012 an sollen jährlich allein 100.000 E-Mobile in Flins nahe Paris vom Band laufen.

Renault Kangoo Z.E.

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