IAA 2009: Seat Leon Cupra R Austausch-Schüler

Der neue Seat ist ein echter Flitzer - der schnelle Spanier muss aber ohne Allradantrieb auskommen. Optisch gibt sich das viertürige Auto eher bescheiden.

Von Sebastian Viehmann

Wenn in Wolfsburg an einem neuen Sportmodell gearbeitet wird, dann reibt man sich in Spanien schon die Hände. Durch den regen Austausch im großen VW-Konzern kommt auch Seat in den Genuss eines R-Modells. Dabei müssen die Spanier nicht die Technik des alten Audi A4 auftragen wie beim Seat Exeo: Der Zweiliter-Turbodirekteinspritzer im Cupra R kommt auch im Golf GTI und im Scirocco R zum Einsatz.

Der neue Cupra R fährt so manchem Konkurrenten davon.

(Foto: Foto: Pressinform)

Das Aggregat leistet 265 PS (195 kW) bei 6000 Touren. Damit ist der Cupra R das am stärksten motorisierte Modell im Hause Seat und entspricht dem Leistungsniveau des Leon TDI, der bei der Tourenwagenweltmeisterschaft WTCC siegreich war.

Der Zweiliter-Motor entwickelt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern, beschleunigt den Wagen in 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Trotz der geballten Kraft unter der Haube verbraucht der Cupra R im Schnitt nur 8,1 Liter auf 100 Kilometer - nach den offiziellen Werksangaben jedenfalls.

Mit elektronischer Differenzialsperre

Um die Traktion des Fronttrieblers zu verbessern, verfügt der Cupra R wie auch der Golf GTI über die elektronische Differenzialsperre XDS. Die Kraftübertragung übernimmt ein Sechsgang-Schaltgetriebe.

Das spanische R-Modell rollt auf 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen. Großzügig dimensionierten Scheibenbremsen (345 x 30 mm vorn und 286 x 12 mm hinten) sollen den spanischen Flieger bei Bedarf rechtzeitig zum Stehen bringen. Im Vergleich zu anderen Kompakten ist der Seat ziemlich leicht: Er bringt leer 1,37 Tonnen auf die Waage.

IAA 2009: Seat Leon Cupra R

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