Honda Civic Type R im TestEin Krawallauto, das es auch sanft kann

Missglücktes Billigtuning? Nein, der Honda Civic Type R sieht ab Werk fragwürdig aus. Doch wer ihm eine Chance gibt, entdeckt nicht nur seine überragende Fahrdynamik, sondern auch praktische Qualitäten.

Von Thomas Harloff

Es heißt, der erste Eindruck sei der entscheidende. Und den formt, das ist bei Menschen nicht anders als bei Autos, in erster Linie das Aussehen. Demnach müsste der Honda Civic Type R ein ganz wilder Typ sein. Ein Halbstarker, der in den Mittelpunkt drängt, sich nicht zu benehmen weiß. Zumindest suggerieren das viele Designelemente, etwa die Kotflügelverbreiterungen, die drei mittig positionierten Auspuffrohre und, natürlich, der monströs dimensionierte Heckflügel. Das erste Urteil, nein, Vorurteil, ist schnell gefällt: So ein Auto, das nach nicht ganz geschmackssicherem Billigtuning aussieht, passt nicht mehr in die Zeit. Einige Menschen würden den Japaner sogar als Prollkiste schmähen.

Bild: Honda Motor Corp. 25. Oktober 2017, 12:172017-10-25 12:17:06 © SZ.de/harl/mike