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Fahrbericht C-Klasse:Freude am Fahren aus Stuttgart

Die neue Mercedes C-Klasse W205.

Die neue Mercedes C-Klasse fährt sich gleichermaßen dynamisch und komfortabel.

(Foto: Daimler AG)

Mit der serienmäßigen Stahlfederung und dem um 15 Millimeter tiefergelegten Avantgarde-Fahrwerk wird die Limousine der neuen C-Klasse zum besten BMW, den Mercedes in dieser Klasse je gebaut hat. Das hat man von der gemütlichen Limousine so nicht erwartet: Die satte Straßenlage und die verwindungssteife Karosserie erlauben eine schnelle Kurvenjagd ohne Wanken und Aufschaukeln.

Im Serpentinengeschlängel rund um Marseille beweist die C-Klasse erstaunliche sportliche Qualitäten. Der schnelle Wechsel von Rechts- und Linkskurven lässt sich so rhythmisch wie beim Riesenslalom bei bester Schneelage durcheilen. Das präzise Handling und der genau einrastende Sechsgang-Handschalter erzeugen in Verbindung mit dem hohen Abrollkomfort ein Gefühl von sämigem Gleiten, das durchaus Suchtcharakter entwickeln kann. Auch die neue elektrische Lenkung unterstützt die Suche nach der Ideallinie. Lediglich bei Stadttempo wirkt sie manchmal zu leichtgängig und synthetisch.

Spärliches Motorenangebot zum Marktstart

Während man noch darüber nachdenkt, dass keine C-Klasse zuvor ihren Charakter bei einem Generationswechsel so drastisch geändert hat, behauptet sie sich mit der ersten Luftfederung (Aitmatic) in dieser Klasse weiterhin als Benchmark in der angestammten Komfort-Domäne. Bodenwellen und Schlaglöcher verlieren viel von ihrem Schrecken, außerdem bleibt die Fuhre auch bei beladenem Fahrzeug komfortabel, gut ausbalanciert und stabil. Selbst das Stahlfahrwerk verzichtet auf unnötige Härten und absolviert den Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort verblüffend unangestrengt.

Im März 2014 kommt die neue Mercedes C-Klasse auf den Markt.

Der 211 PS starke Benziner C250 folgt als weitere Motorenvariante kurz nach Marktstart.

(Foto: Daimler AG)

Angestrengt klingt allerdings der 1,8-Liter-Benziner trotz des Leichtbaus beim Beschleunigen - zumindest im Innenraum, denn von außen wurde der Klang zum Fauchen ummodeliert. Modernes Sound-Engineering macht aus kleinen Spritsparern wie dem 200er aber noch keine Drehmoment-Wunderwerke.

Zur Markteinführung am 15. März 2014 sind lediglich drei Motoren für die neue C-Klasse erhältlich. Der Basisbenziner C 180 mit 1,6 Litern Hubraum und 156 PS kostet mindestens 33 558 Euro. Der 184 PS starke C 200 ist ab 36 414 Euro zu haben. Der Grundpreis der bislang einzigen Dieselvariante C 220 Bluetec mit 170 PS liegt bei 38 675 Euro. Später wird es neben einer 204-PS-Variante dieses Triebwerks auch einen neuen 1,6-Liter-Dieselmotor geben, der je nach Ausführung 115 oder 136 PS leistet. Bei den Benzinern folgen drei weitere Vierzylinder-Turbomotoren, die ein Leistungsspektrum bis 238 PS abdecken, sowie ein Sechszylinder mit 333 PS. Deren Preise stehen allerdings noch nicht fest.

Die Reisekosten zur Präsentation der Mercedes C-Klasse in Marseille wurden teilweise vom Hersteller übernommen.