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Diebstahl:Radfahrer helfen sich selbst

Weil sie sich auf die Polizei nicht verlassen können oder wollen, werden viele Betroffene selbst aktiv. Sie vertrauen mit Hilfe des Internets lieber auf die Macht der Masse als auf die der Behörden. Es beginnt mit Informationen, wie sich das Zweirad am besten sichern lässt, und hört mit aktiver Aufklärungsarbeit auf. Auf Seiten wie www.fahrrad-gestohlen.de oder der Facebook-Community " Stolen Bikes Berlin" lassen sich geklaute Räder mit allen relevanten Informationen registrieren, können Fotos gepostet und Suchanfragen gestellt werden.

Doch auch damit ist die Aussicht auf Erfolg begrenzt. Deshalb setzen immer mehr Radfahrer auf bestmögliche Prävention und versuchen, ihr Bike mit ausgefeilten Sicherungsmethoden zu schützen. Immer öfter werden digitale Technologien in das Sicherheitskonzept eingebunden. Zum Beispiel beim Velocate - einem Rücklicht, das einen GPS-Tracker enthält und mit einer Smartphone-App gekoppelt ist. Wird das Fahrrad geklaut, bekommt dessen Besitzer eine Push-Nachricht auf sein Handy und kann daraufhin per Echtzeitortung sehen, wo es sich befindet.

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Vom Aufkleber zum Peilsender

Dass schon eine Registrierung Diebe abschrecken kann, zeigen die QR-Code-Aufkleber des Rostocker Start-ups "FahrradJäger". Die Idee: Ein potenzieller Dieb sieht anhand des Stickers, dass der Besitzer einer Community angehört, deren Mitglieder womöglich auf das Fahrrad aufpassen - und schreckt zurück. Falls das Rad doch gestohlen und später wiederentdeckt wird, kann der Besitzer über die im QR-Code hinterlegten Kontaktdaten informiert werden.

Die konsequente Weiterentwicklung dieses Gedankens will "FahrradJäger" zur Saison 2016 auf den Markt bringen: Ein kleines, im Vorverkauf 40 Euro teures schwarzes Kästchen namens Insect, das nicht nur Alarm schlägt, wenn ein Fahrrad entwendet wird, als Peilsender dient und den Besitzer des Rades über den Diebstahl informiert. Auch andere Mitglieder der Community bekommen eine Nachricht auf ihr Smartphone, falls sie sich gerade in der Nähe befinden. Entdeckt jemand das gestohlene Fahrrad, kann er nicht nur Polizei und Besitzer alarmieren, sondern sich zudem einen Teil des Finderlohns sichern - sofern einer ausgeschrieben wurde.

Lustige Youtube-Videos, GPS-Tracker, die Macht der Community: Die Ideen derjenigen, die gegen Fahrraddiebstahl vorgehen, sind vielfältig und kreativ. Und sie sind bitter nötig.

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