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Citroën C4 Picasso:Ausrufezeichen gegen den Abwärtstrend

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Schickes Leichtgewicht Satte Proportionen: Der vordere Überhang ist kürzer und die Spur breiter

(Foto: WGO)

PSA kann hoffen: Citroën zeigt den neuen Kompaktvan C4. Der hinterlässt mit frischem Design, neuen Assistenzsystemen und einem geräumigen Innenraum einen guten ersten Eindruck. Doch es gibt noch Verbesserungspotenzial.

Sparmaßnahmen, Entlassungen und eine verbesserungsfähige Modellpalette: Der PSA-Konzern gibt seit Monaten kein gutes Bild in der Öffentlichkeit ab. Nun stellt die PSA-Marke Citroën die zweite Generation des C4 Picasso vor. Schon auf den ersten Blick versprüht der Kompaktvan den Eindruck: Für den angeschlagenen Konzern besteht noch Hoffnung.

Dafür sorgt schon das ansehnliche Design. Der Wagen ist deutlich als Nachfolger der ersten C4-Generation erkennbar, wirkt jedoch gedrungener und sportlicher. Das liegt an der sogenannten EMP2-Plattform, bei der Motorblock und Bodengruppe deutlich abgesenkt wurden. So reduzierte sich der vordere Überhang um sieben Zentimeter, die Spur verbreiterte sich hinten um 3,1 Zentimeter und vorne um 8,2 Zentimeter. Das bedeutet eine Länge von 4,43 Metern (vier Zentimeter kürzer als die erste Generation), eine Breite von 1,83 Metern und eine Höhe von 1,61 Metern. Dass das neue Modell auch um 140 Kilogramm leichter wurde als der Vorgänger, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

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Der kommende Citroën C4 Picasso ist mit einer Länge von 4,43 Metern vier Zentimeter kürzer als der Vorgänger.

(Foto: WGO)

Diese Diät wirkt sich positiv auf den Spritverbrauch aus. Der neue Citroën C4 Picasso BlueHDi wird darüber hinaus die Euro-6-Norm erreichen. Die meisten der Dieselmotoren sind mit einem Start-Stopp-System ausgestattet und mit der Motorisierung e-HDi 90 Airdream soll der Wagen 3,8 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 98 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht.

Auch bei den Getrieben hat Citröen nachgearbeitet. Neben der bekannten Handschaltung mit sechs Schaltstufen bieten die Franzosen beim C4 Picasso auch ein neues elektronisch gesteuertes Sechsgang-Getriebe an, das automatisch oder manuell betätigt werden kann und durch eine feinfühlige Regelung des Gaspedals ein Plus an Komfort verspricht. Wer eine reine Automatik will, muss bis Anfang des nächsten Jahres warten.

Beinfreiheit von bis zu 15,9 Zentimetern

Doch ein Kompaktvan muss vor allem praktisch sein und viel Platz bieten. Citroën hat den Radstand um 5,5 Zentimeter auf 2,78 Meter verlängert. Das kommt den Insassen zugute. Da die Sitze der zweiten Reihe verschoben werden können, ergibt das eine maximale Beinfreiheit von 15,9 Zentimetern. Faltet man den Beifahrersitz zusammen, erhöht sich die Ladelänge auf 2,5 Meter. Der Kofferraum fasst mindestens 537 Liter, schiebt man die Fondsitze nach vorne, erhöht sich das Ladevolumen auf 630 Liter.

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Die großen Glasflächen sorgen für einen hellen Innenraum.

(Foto: WGO)

Bei den Assistenzsystemen hat der C4 Picasso ebenfalls aufgeholt: Neben einem adaptiven Tempomaten und einem Tote-Winkel-Warner, sorgen ein Spurhalte-Assistent und ein automatisches Fernlicht, das bei Gegenverkehr selbständig abblendet, für Sicherheit. Vier Kameras ermöglichen dem Fahrer eine gute Rundumsicht, bei der er zwischen verschiedenen Modi wählen kann. Die Panoramasicht hilft beim Ausfahren aus Garagen und die Vogelperspektive beim Rangieren. Ist die Lücke groß genug, übernimmt die Technik das Einparken.

Als zentrale Schnittstelle zwischen Mensch und Technik dient ein Sieben-Zoll-Touchscreen. Die Glasfläche des Kompaktvans von 5,30 Quadratmetern sorgt für viel Licht im Innenraum. Das Licht zur Sicht nach vorne hingegen ist gut, hat allerdings noch Verbesserungspotenzial: Die Frontscheinwerfer gibt es nicht als Voll-LED-Version. Der C4 Picasso steht vom Juni 2013 an beim Händler.