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Chevrolet Volt:Das Fahren macht durchaus Spaß

Der Volt bereitet durchaus Fahrspaß. Das Durchzugsvermögen ist ordentlich, beim Überholen hängt der Amerikaner jeden Toyota Prius ab - und das ganz ohne den nervtötenden Gummibandeffekt eines CVT-Getriebes. Von 0 auf Tempo 100 rennt der Stromer in neun Sekunden. Auf der Autobahn ist bei 161 km/h Schluss, aber selbst bei Tempo 150 ist der Volt angenehm leise. Allerdings sinkt dann der Batterievorrat relativ schnell.

Chevrolet Volt

Energiewende Chevrolet Volt

(Foto: Chevrolet)

Das Hinzuschalten des Range Extenders geschieht entweder automatisch oder per Knopfdruck. Im "Hold"-Modus konserviert man quasi die aktuelle Batteriereichweite, um sie später zu nutzen - gedacht ist das für Umweltzonen, in denen man nur emissionsfrei fahren darf.

Der Benzinmotor schaltet sich zwar ruckfrei und fast unmerklich zu, doch der Range-Extender-Modus bleibt gewöhnungsbedürftig. Bei Vollgas wird der Motor ziemlich laut, aber zeitversetzt zum Gasgeben - er hat schließlich keine Verbindung zur Antriebsachse, sondern lädt als Stromgenerator nur die Batterie.

Auf den ersten 100 Kilometern liegt der offizielle Gesamtverbrauch bei 1,2 Litern, wenn der Akku voll aufgeladen ist. Der Verbrauch steigt natürlich an, wenn man den Range Extender häufig nutzt. Bei den Testfahrten mit ein paar Kilometern im "Hold"-Modus pendelte sich der Verbrauch bei 2,2 Litern ein. Fährt man nur mit Range Extender, liegt der Volt beim Verbrauch ungefähr auf dem Niveau eines sparsamen Dieselautos.

Wer den Wagen häufig in der Stadt nutzt, dürfte aber meistens mit der reinen Batteriereichweite auskommen. Das Raumangebot des Volt ist überschaubar. Vier Erwachsene finden bequem Platz, der flache Kofferraum erreicht mit seinen 310 Litern nicht einmal Golf-Niveau. Immerhin ist der Volt mit ESP, Klimaanlage, Tempomat, CD-Radio und beheizten Ledersitzen ganz gut ausgestattet. Leider muss man für die Einparkhilfe mit Rückfahrkamera (700 Euro) und das Navigationssystem (1850 Euro) Aufpreis zahlen.

Eigentlich sollte dem Erfolg des Volt nichts im Wege stehen, wäre da nicht der Preis. Auch wenn man einen Tausender weniger investieren muss als für den Opel Ampera: Für 41.950 Euro bekommt man überall und jederzeit ein größeres, luxuriöseres und mit Dieselmotor ebenfalls sparsames Auto.

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