Wissensnachrichten der WocheDer Zeh der Priestertochter

Forscher untersuchen eine der ältesten Prothesen der Welt, werfen einen Blick auf die Vorfahren der Hauskatzen und suchen Methoden, eine Schwangerschaftsvergiftung zu erkennen. Die Wissensnachrichten der Woche.

DNA könnte Schwangerschaftsvergiftung verraten

Eine Schwangerschaftsvergiftung früh zu erkennen, könnte künftig möglich sein, so berichtet es ein internationales Team um die klinische Chemikerin Linda Morgan von der University of Nottingham aktuell im Fachjournal Nature Genetics. Zum ersten Mal haben die Wissenschaftler bestimmte DNA-Varianten im Erbgut von Babys gefunden, die das Risiko für eine solche Vergiftung erhöhen.

Dafür hatten Morgen und Kollegen das Erbgut von 4380 Kindern analysiert, die nach einer Präeklampsie zur Welt gekommen waren und mit jenem von mehr als 300 000 gesunden Menschen verglichen. Und haben so die auffälligen DNA-Variationen gefunden.

Betroffene Schwangere leiden vor allem an erhöhtem Blutdruck, scheiden vermehrt Eiweiß über den Urin aus. Kommen starke Kopfschmerzen, kindliche Wachstumsstörungen oder Oberbauchschmerzen hinzu, sind die Frauen von einer besonders schweren Form der Krankheit betroffen. Die Organe des Kindes werden nicht richtig durchblutet, das Baby kann nicht gedeihen, und den Müttern droht wegen des erhöhten Blutdrucks eine Hirnblutung. In Deutschland erkranken jährlich etwa zwei von hundert Schwangeren daran. Von Astrid Viciano

Bild: dpa-tmn 24. Juni 2017, 06:302017-06-24 06:30:31 © SZ.de/fehu