Motörhead-Sänger Kilmister "Lemmysuchus", das Urzeit-Krokodil

(Foto: Mark Witton/AFP)

Wissenschaftler haben ein Reptil nach dem verstorbenen Motörhead-Gründer Lemmy Kilmister benannt. Es war eine der "bösesten Kreaturen, die jemals die Erde bewohnt haben."

Die Cover von Heavy-Metal-Platten aus den 1980er-Jahren wirken heute wie Fossilien aus einer untergegangenen Ära der Popkultur. Insofern ist diese Illustration eines urzeitlichen Krokodils höchst treffend: Das Bild sieht aus, wie das Plattencover einer Hardrockband - und es würdigt den großen Lemmy Kilmister, den verstorbenen Sänger und Bassisten der Band Motörhead.

Bei dem grausigen Tier handelt es sich um ein sechs Meter langes Meereskrokodil, das vor etwa 165 Millionen Jahren lebte. Die fossilen Überreste der Panzerechse waren bereits 1909 in einer Tongrube nahe der britischen Stadt Peterborough entdeckt worden. Kürzlich bemerkten Forscher jedoch, dass das Krokodil wissenschaftlich falsch eingeordnet worden war - woraus sich die Notwendigkeit für einen neuen Namen ergab.

Eine Mitarbeiterin des Naturhistorischen Museums in London, in dem das Fossil aufbewahrt wird, ist Motörhead-Fan und regte an, den früheren Frontmann der Band zu ehren: Das Raubtier trägt nun den Namen Lemmysuchus (Lemmys Krokodil). Kilmister hätte wohl sein Glas auf Lemmysuchus erhoben, "eine der bösesten Kreaturen, die jemals die Erde bewohnt haben", sagt Kuratorin Lorna Steel.

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