Atomkatastrophe in Japan: Tokio in Gefahr 35 Millionen Menschen und die Furcht vor der Wolke

Eine dritte Explosion, Löcher im Reaktor: Die radioaktive Strahlung um Fukushima steigt dramatisch. Unberechenbar ist, wohin die radioaktive Wolke treibt. Wie groß ist die Gefahr für die Menschen? Wie können sie sich schützen? Was enthält die Wolke? Mit welchen langfristigen Folgen ist zu rechnen?

Die wichtigsten Fragen und Antworten von Markus C. Schulte von Drach und Wolfgang Jaschensky

Die Ereignisse im AKW Fukushima-1 überschlagen sich: Eines der Abklingbecken für verbrauchte Brennstäbe ist nach Angaben der Atomaufsicht des Landes möglicherweise am "Kochen". In Reaktor 4 war in der Nacht ein Brand in einem Lager für verbrauchte Brennstäbe ausgebrochen, das Feuer ist inzwischen gelöscht, allerdings gelangte dadurch nach Angaben der IAEA Radioaktivität direkt in die Atmosphäre. Zuvor kam es zu einer vierten Explosion, die innere Reaktor-Schutzhülle soll beschädigt sein.

Selbst Japans äußerst zurückhaltende Atombehörden schlagen jetzt Alarm: Die Strahlung steigt dramatisch, auch Tokio misst erhöhte Werte. Der Wind könnte eine radioaktive Wolke in Richtung der größten Metropolregion der Erde treiben. Aktuell versucht die Wetterbehörde der Vereinten Nationen zu beruhigen, die Radioaktivität werde von Japan weggeweht und es gebe weder für Japan noch benachbarte Länder "Auswirkungen". Prognosen sagen, dass die Luftströmung großräumig wieder in Richtung Westen dreht. Doch in Tokio macht sich Panik breit. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur radioaktiven Wolke.