Schlaf ist noch wichtiger, als bislang angenommen: Wer jahrelang weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, erhöht sein Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich.
Schlaf hält nicht nur schön, sondern auch gesund. Das weiß fast jeder. Aber wie sehr Menschen ihrem Körper schaden, wenn sie zu wenig schlafen, mag doch überraschen.
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Wer jahrelang weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, erhöht offenbar sein Herzinfarktrisiko um fast 50 Prozent. (© dpa)
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Wer jahrelang weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafe, erhöhe sein Herzinfarktrisiko um 48 Prozent, schreiben Forscher von der britischen University of Warwick nun im European Heart Journal. Das Risiko für einen Schlaganfall steige um 15 Prozent.
"Der Trend, zu spät ins Bett zu gehen, ist eine tickende Zeitbombe für unsere Gesundheit", schließt Studienleiter Francesco Cappuccio aus den Ergebnissen einer Erhebung, welche das Schlafverhalten von 470.000 Personen aus acht Industrienationen zwischen sieben und 25 Jahre lang auswertete.
Chronisch zu kurzer Schlaf führe zur Produktion von Hormonen und anderen Substanzen im Körper, welche den Gefäßen schaden und dick machen, erläutern die Forscher. Heutzutage werde von den Menschen zu viel erwartet, beklagt Cappuccio. Sie gingen oft zu spät ins Bett, weil sie einfach zu viel zu erledigen hätten.
Nun sollten Menschen aus Angst aber auch nicht zwanghaft länger im Bett bleiben, ergänzt der Schlafmediziner Jürgen Zulley von der Universität Regensburg. Wie viel Schlaf genug ist, sei individuell sehr unterschiedlich und hänge zudem vom Alter ab.
"Es gibt auch Leute, denen sechs Stunden reichen, weil sie von Natur aus Kurzschläfer sind", sagt Zulley. Wer sich aber am Tag nach einer kurzen Nacht beeinträchtigt fühle, der sollte seiner Gesundheit zuliebe früher ins Bett gehen.
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(SZ vom 09.02.2011/mcs)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Wurden die ERgebnisse nun zwischen sieben und 25 Jahren ausgewertet? Wenn ja, wie wirkt sich das auf die Relevanz des ERgebnisses aus?
Oder wurden Personen im Alter von sieben bis 25 Jahren ausgewertet? Wie kommt es dann zu dieser hohen Risikoerhöhung.
Und: Wie sieht das in absoluten Zahlen aus?
Der selbsternannte "Kaiser der Franzosen" spottete bekanntermaßen über alle Langschläfer, und brüstete sich damit, daß er weniger als 4 Stunden Schlaf pro Nacht benötigen würde.
Das ging auch alles gut für ein paar Jahre, und er erzielte unerhörte Erfolge als Workaholic.
Nur brach das ganze irgendwann zusammen. Grandiose Fehlentscheidungen (wie z.B. Russland anzugreifen) häuften sich. Und bei Waterloo war es dann endgültig vorbei. Die vernichtende Niederlage erklärt sich hauptsächlich dadurch, daß Napoleon (inzwischen ein chronisch kranker Mann) stundenlang keine vernünftige Entscheidung treffen konnte.
Hätte er sich lieber mal ausgeschlafen und wäre bescheiden geblieben ;-)