Astronomie Der Mond ist geschrumpft

Aktuelle Aufnahmen zeichnen ein neues Bild vom Mond: Der Erdtrabant hat an Größe verloren und ist schrumplig wie ein alter Apfel.

Der Mond ist kleiner, als er einmal war - und es könnte sein, dass er weiter schrumpft. Nach Angaben von Nasa-Wissenschaftlern deuten neue Aufnahmen mit hoher Auflösung daraufhin, dass der Mond in den vergangenen 800 Millionen Jahren an Größe verloren hat - nach astronomischen Begriffen also erst gestern.

Verwerfung und Schluchten auf der Mondoberfläche deuten auf einen Schrumpfungsprozess des Himmelskörpers hin.

(Foto: NASA/GSFC/Arizona State University/Smithsonian)

Eine Auswertung aktueller Fotos der Nasa-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter habe ergeben, dass der Durchmesser um etwa 100 Meter abgenommen habe, heißt es in einer Studie des Fachmagazin Science. Auf den Bildern von der Mondoberfläche seien Schrumpelfalten entdeckt worden, wie sie sich auch auf der Haut eines alten Apfels bilden. Die Forscher führen die Falten auf die Abkühlung des Erdtrabanten zurück. Eine verstärkte Vereisung im Mondkern führe dazu, dass der ganze Himmelskörper sich etwas zusammenziehe.

Die Forscher hatten mehrere tausend Fotos des Lunar Reconnaissance Orbiter ausgewertet, der seit vergangenem Sommer die Mondoberfläche kartographiert.