Ziel der Weltwirtschaftskonferenz ist es, das Finanzsystem ins Gleichgewicht zu bringen - doch das kann nur gelingen, wenn die Industriestaaten ihre Kräfte zähmen.
Die Geldexperten, die sich vor mehr als sechzig Jahren im Nordosten der USA trafen, waren mehr Luxus gewohnt. Das Hotel im Skiort Bretton Woods wirkte ramponiert. Doch wer wollte klagen? Im Jahr 1944 lag Europa in Trümmern. Die Fachleute machten sich daran, eine Finanz-Architektur für eine bessere Zukunft zu entwerfen. Sie zementierten Wechselkurse und schufen Organisationen wie den Internationalen Währungsfonds. Unter dem Namen Bretton Woods hielt ihr Modell Jahrzehnte, die Amerika - und Europa - ungeahnten Wohlstand bescherten.
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Nur wenn alle Industriestaaten (hier ein Foto vom G8-Treffen in Heiligendamm) kooperieren, ist eine Neuordnung des Finanzsystems möglich. (© Foto: AFP)
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Kein Wunder, dass die Erinnerung an den Skiort bemüht wird, wenn sich an diesem Wochenende die Mächtigen des Erdballs wieder in den USA versammeln. Der Weltfinanzgipfel soll eine bessere Zukunft garantieren, Bretton Woods 2.0 sozusagen. Diesmal hat kein Krieg die Erde verwüstet, doch die Probleme sind ebenfalls gewaltig. Das schlimmste Finanzchaos seit 1929 hat das Geldhandelssystem der ganzen Welt kollabieren lassen, die Lebensbedingungen könnten sich auf Jahrzehnte verschlechtern.
Die Gewalten müssen gezähmt werden
Die Gefahr ist nicht gebannt. Selbst wenn die Regierungen den Unfall vorerst abgewendet haben sollten, werden ihnen weitere Großtaten abverlangt. Können Sie eine lange Weltrezession verhindern, die Millionen Arbeitsplätze vernichtet? Wie sind existentielle Krisen wie die vom Herbst 2008 künftig zu vermeiden?
Im Kern geht es darum, ein Finanzsystem ins Gleichgewicht zu bringen. Hedgefonds sitzen bevorzugt in Steuer-Oasen, wo sie ohne staatliche Aufsicht mit Summen jonglieren, mit denen sie alle großen deutschen Konzerne kaufen könnten. Eine nützliche Idee wie die Kreditversicherung ist zu einer Spekulationswaffe mutiert - mit dem zehnfachen Volumen der deutschen Wirtschaftsleistung.
Mit einem Wimpernschlag werden Werte in der Größe zerstört, wie sie alle Deutschen in einem langen Arbeitsjahr schaffen. Die neuen Gewalten zerren selbst an große Industriestaaten. Ihre Kräfte müssen gezähmt werden, damit die Bürger die Kontrolle über ihr Dasein zurückerlangen - statt ständig in der Furcht zu leben, dass anonyme Mächte mit ihrer Existenz spielen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wieso die USA und Großbritannien eine Reform des Finanzsystems erschweren.
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Mubarak-Prozess in Ägypten
Der Artikel geht, wie so vieles was in den Medien geschrieben und gesendet wird, am Problem völlig vorbei.
Die Ursache der Krise liegt in unserem Geldsystem, und zwar bei der Art und Weise der Geldschöpfung. Neues Geld kommt nur als Kredit in Umlauf. Dieser Kredit wird auf der Grundlage eine sogenannten Mindestreserve in Form von in den Computer eingegebenen Daten in Umlauf gebracht, die Mindestreservern betragen jedoch nur 10% der ausgegebenen Kredite.
Außerdem stammt die Mindestreserve aus den Taschen von den Kleinsparern, die natürlich an den exponentiell steigenden Gewinnen aus den Zinsertragen nicht beteiligt werden.
Ein zusätzliches Problem liegt darin, dass die Zinsen bei der Kreditvergabe nicht geschaffen werden, also im Kreislauf nicht vorhanden sind. In der Wirtschaft ist deshalb immer zu wenig Geld im Umlauf. Das Resultat ist eine Deflation.
Die Deflation würde zum Zusammenbruch der Wirtschaft führen, deshalb müssen neue Schulden gemacht werden, mit Zinsen, die natürlich nicht bezahlt werden können. Und so weit. Es gibt aus diesem System kein Entrinnen. Auf den Konten der Anteilseigner einer Bank häufen sich indessen die Gelder, mit denen diese sich sichere Sachwerte kaufen können, und außerdem immer mehr Anspruch auf die Arbeitskraft der tatsächlich arbeitenden Bevölkerung erheben.
Das Problem kann nur gelöst werden, indem man ein System schafft, in dem Geld nicht als Kredit in Umlauf kommt, und nicht gegen Zins verliehen wird - es sei denn dieser käme allen zugute.
Was derzeit geschieht ist in meinen Augen staatlich legalisierter Betrug, und ich kann mir nicht vorstellen, wie man dem mit mehr Kontrollen oder einem Bretton -Woods System beikommen will...
Übersetzung aus dem Spanischen vom 15. 3. 2009. Eine einfache Rechnung und
ein eindrucksvolles Ergebnis Eine Überlegung und eine einfache Kalkulation,
gesandt von einem spanischen Fernsehzuschauers an CCN.
Der Plan zur Rettung der Banken mit dem Geld der Steuerzahler, der zurzeit
im Amerikanischen Kongress diskutiert wird, wird die unvorstellbare Summe
von 700 Milliarden Dollar kosten, obwohl man den Banken bereits 500
Milliarden Dollar übergab und die europäischen Regierungen ihrerseits
Milliarden an die von der Krise betroffenen Banken übergeben werden.
Um sich die Dimension dieser Ziffern überhaupt vorstellen zu können, machte
ein spanischer Fernsehzuseher folgende Kalkulation:
Auf dem Planet Erde leben derzeit 6,7 Milliarden Einwohner. Wenn man
nur die 700 Milliarden (amerikanischen) Dollar durch die 6,7 Milliarden
Bewohner der Erde teilt, bedeutet dies, dass jeder einzelne Bewohner der
Erde 104 Millionen Dollar erhalten würde.
Mit dieser Summe könnte man nicht nur sofort die gesamte, weltweite Armut
ausmerzen, sondern es würde jeder Erdenbewohner automatisch zum Millionär
werden.
Der Fernsehzuseher, kommt zu dem Schluss:
Es scheint allerdings, dass es ein kleines Problem mit der Verteilung des
Reichtums geben wird. Machen wir eine kleine Rechnung, viel einfacher und
näher liegender, - also von den Spaniern.
Der spanische Staat unterstützt die Banken derzeit mit 30 Milliarden Euros,
die aus den Geldbörsen der Spanier stammen. Der Staat wird 30 Milliarden Euros
Schulden den Banken abnehmen, um deren finanziellen Kollaps zu vermeiden.
Spanien hat nach der aktuellen Einwohnerliste von 2008 46.063.511 Einwohner.
Machen wir also folgende Rechnung:
30.000.000.000,-- von Euritos !!!!!!!!!! - geteilt durch 46.063.511
Einwohner ergibt 652,18 Millionen Euros für jeden Spanier!
Unter der Annahme, dass im Durchschnitt jede Familie aus 4 Personen besteht,
würde auf jede Familie 2.608,72 Millionen Euros entfallen. Schau mal, mit dieser
Summe könnten wir doch locker unsere Hypotheken bezahlen.
Das ist die Krise.
Es zahlt sich aus, uns für dumm anzusehen. Sowohl die Regierung als auch die Opposition lachen über uns. Und wir? Machen wir gar nichts? Verschicke diese Rechnung an alle, die du kennst. Damit sie uns wenigstens nicht für dumm halten.
die Krawattenträger zu Tode, er erwürgt sie förmlich: Mikrokredite an die Entwicklungsländer werden verhindert, Weltbank und IWF fest in amerikanischer Hand. Was soll da ernsthaft rauskommen? der Nikolaus, der Osterhas? Ahhh, das Christkindl bringt wieder fette Autos in die USA, Reissäcke nach Afrika, Sicherheit nach Europa in Form von BodenBodenRaketen....
... die Talfahrt in der Realwirtschaft stoppen bzw. gar umdrehen kann ?
Dumme Frage an die INSM-Gesundbeter und Alles-wird-wieder-gut-Propheten : Würde sich am tatsächlichen Wohlstand (auch am Mangel bei Armen...) etwas ändern , wenn die Auto- , Kühlschrank- , Waschmaschinen- , Elektronikgerätegerätehersteller etc für , sagen wir, ein halbes , ein ganzes Jahr die Produktion pausieren ließen ? Quellen die Läger in den G8-Staaten nicht über ? Teilweise sicher auch wegen fehlender Massenkaufkraft ?
Anders gefragt : Wie wollen die das weltweite Problem mit den Schein-Werten der Finanzindustrie in den Griff bekommen , wenn keine oder nicht genug "richtige" Werte in der Realwirtschaft nachwachsen , und "richtiges" Geld ?!?
Meine Prognose : bei den Alphatierchen -... außer Spesen nichts gewesen !
Gegenwärtig ist für jeden, der seine Augen geöffnet haben will, sichtbar, was von vornherein nicht taugte, auf den Märkten getauscht zu werden. Analog gesprochen: Man kann gewiss sämtlich alte Scheunen weltweit, die aus guten Gründen kein Bauer mehr nutzt, mit immensen staatlichen Geldern aufpeppen. Die Frage bliebe dann immer noch zu beantworten, welche Funktion diese dann hätten; außer in der Landschaft romantisch herumzustehen? Von einer enormen gesellschaftlichen Wucht dessen, was ohnehin nicht getauscht wird zu sprechen, geht deshalb fehl, weil dadurch keine einzige menschliche Existenz auch nur im Entferntesten gefährdet ist.
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