Die Deutschen geben sich große Mühe, sparsam mit Wasser umzugehen. Trotzdem verbrauchen sie mehr denn je - und verschärfen so die Wasserknappheit in armen Ländern.
Die Deutschen sind derzeit rekordverwöhnt. Bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Rom haben deutsche Wassersportler Goldmedaillen gleich in Serie abgeräumt. Und auch außerhalb des Wasserbeckens nimmt die Bundesrepublik einen Spitzenplatz im Umgang mit dem nassen Element ein, allerdings einen wenig erfreulichen: In kaum einem anderen Land der Erde wird so viel Wasser verbraucht wie hierzulande.
Schuld am hohen Wasserbrauch der Deutschen ist vor allem ihr wachsender Appetit auf Nahrungsmittel aus aller Welt. (© Foto: dpa)
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Das mag zunächst nicht weiter aufregend klingen - schließlich gilt Deutschland als eines der wasserreichsten Länder überhaupt. Bedenklich ist es trotzdem, weil die Hälfte des verbrauchten Wassers gar nicht von hier stammt, sondern aus Ländern, die selbst unter großer Trockenheit leiden.
Die Studie der Umweltschutzorganisation WWF offenbart die unerwünschten Nebenwirkungen eines globalisierten Welthandels. Zwar geben sich die Deutschen seit Jahren große Mühe, sparsam mit der kostbaren Ressource umzugehen, sammeln Regenwasser für die Gartenbewässerung, bauen Spartasten in Toilettenspülkästen ein - trotzdem verbrauchen sie mehr denn je.
Schuld daran ist vor allem der wachsende Appetit auf Nahrungsmittel aus aller Welt. Erdbeeren aus Spanien, Kaffee aus Brasilien, Trauben aus Südafrika, Rindfleisch aus Argentinien - mit diesen Waren importieren die Deutschen indirekt auch große Mengen an Wasser.
Auch das ist nicht weiter schlimm, solange damit nicht der Wasserhaushalt in den Erzeugerländer geschädigt wird. Doch genau dies ist der Fall in vielen Ländern im Mittelmeerraum, in Afrika, Südamerika und Australien. So gesehen sind auch die deutschen Verbraucher mitverantwortlich für die weltweit zunehmende Wasserknappheit.
- WWF-Studie Im Land der Wasserschlucker 02.08.2009
- Hintergrund Der Wasser-Fußabdruck 02.08.2009
- Wetterkontrolle Die Regenmacher 03.05.2010
- Wasser Schneebälle aus dem All 29.04.2010
- Bootsbauer Aus demselben Holz 19.04.2010
- Das größte Solarschiff der Welt Auf der grünen Welle 06.04.2010
- Die "Plastiki" ist startklar Flaschenpost der Wegwerfgesellschaft 01.03.2010
(SZ vom 03.08.2009/woja)
Eine Woche nicht gebadet, nicht gegessen, keinen Strom verbraucht, nicht außer Haus gewesen, also Nullkommanichts verbraucht. Lediglich eine Badewanne ausgetrunken.
24 Badewannen eingespart. Für alle nachahmenswert. Am Ende so einer Woche noch ein bißchen Kies und Zement, dann wird aus einem Wasserkopf ein Betonkopf.
S Liebrich schlaegt wieder zu: Nach ihren Forderungen nach kraeftigen Preissteigerungen fuer Lebensmittel gehts jetzt ums Wasser.
Dass die WWF Studie nicht nur um virtuelles Wasser sondern auch um virtuelle Wissenschaft geht faellt ihr schon mal nicht auf. Der "Wasserfussabdruck" ist nichts als kompletter Unsinn - aber macht nix, fuer einen Kommentar reicht es immer fuer S Liebrich.
Erdbeeren aus Spanien - bewaessert mit (laut Artikel auf den sich S Liebrich bezieht) tausenden von illegal gegrabenen Brunnen. An sowas ist natuerlich der Verbraucher in der BRD schuld wenn er eine Schale Erdbeeren kauft, nicht etwa eine offenbar unfaehiger korrupte Regierung bzw Verwaltung in Spanien. Aehmliches gilt fuer Brasilien, Indien, USA etc - man kann es nicht den Einheimischen ueberlassen wie sie ihre landwirtschaft organisieren. Da muss schon der WWF ran, flankiert von Liebrich und Co
sondern aus Niederbayern, weil da ja bekanntlich auch welcher in hervorragender Qualität wächst - dann haben wir Gutmenschen wenigstens kein schlechtes Gewissen mehr, dass wir andere Länder "ausbeuten"...
Erlaubt sei im Gegenzug die Frage: Wer bekommt von euch zumindest mal etwas Wut im Bauch, wenn ihr euch vergegenwärtigt, was mit D seit über 60 Jahren gemacht wird?
Von denjenigen, die uns ausbeuten, hat wahrlich keiner ein "schlechtes Gewissen". Darauf ist der Kriegsverlierer abonniert, er hört es täglich und die meisten hierzulande glauben es auch unbesehen!
an jeder Ecke bekomme ich ein schlechtes Gewissen eingeredet. Jetzt der Wasserverbrach. Morgen verbrauche ich zuviel Heizung, übermorgen zuviel Tomaten etc.
Dann lasse ich jetzt meinen Garten vertrocknen, zementiere meinen Teich zu und wasche mein Haus nicht mehr ab ?
Ich geh jetzt erstmal duschen !
"Schuld daran ist vor allem der wachsende Appetit auf Nahrungsmittel "
das wäre zu einfach gesagt, denn ALLES was produziert wird, hat in seinem Produktionszyklus irgendwann Wasser verbraucht.
Lebensmittel sind viel zu günstig. Aber jeder hat seine Präferenz : der eine will ein dickes Auto und Pommes Rot-Weiß und als Nachtisch TK-Torte- der andere lieber ein Fahrrad und einen Salat, Gemüsesuppe, und ansonsten nur zu Weihnachten ne Gans. Aber Vorschriften sollte es keine geben. jeder entscheided selber wie er leben will, nur Informationen sollten frei fließen (an dieser Stelle: gegen Internetzensur!)
Kaffee ? :
Schätzungsweise ca 99,99% der Bevölkerung in BRD kauft Kaffee "Nicht-Bio" und nicht "Fair" zu ca 3,00 EUR je 500 Gr. BIO und FAIR kostet er halt ca 6,00 EUR je 500Gr. Es ist jedermanns eigene Entscheidung tagtäglich. Was nicht heißt, dass der eine ausschließlich Schlecht ist und der Andere überwiegend positiv. So einfach ist das nicht.
Wer beim Discount-Bäcker einkauft (TK Teiglinge aus CZ, RO, HU , PL) die täglich nach Deutschland rübergefahren werden, hat auch seine Wahl für etwas und gegen etwas getroffen.
Was Südamerika anbelangt, ist es vermessen von Deutschland denen vorschreiben zu wollen wie sie ihre Ressourcen nutzen wollen/müssen. Aber das wissen wir hierzulande ja auch. Oder wo ist eigentlich unser Urwald?
Deutschland ist Export-Weltmerister! Kein Land exportiert soviel wie Deutschland! Wie wäre es denn, wenn uns die Welt erklären würde: wir wollen eure Produkte nicht , sie ruinieren im wesentlichen die Umwelt, sie stinken, sie töten Menschen auf unseren Straßen und sie zerstören unsere Agrarmärkte?
Wir solten wenigstens im Agrarbereich nicht Exportweltmeister sein. Es ist eine wirkliche Schande Hühnerfleisch und Milch unterm dortigen Marktpreis nach Afrika zu exportieren.
Exportweltmeister ist ja nur ein synonym dafür, dass wir mehr produzieren als wir selber in unserem Land konsumieren. Wir exportieren ja nur unsere Überschüsse- wir exportieren ja nicht das was für uns selber sehr knapp ist.
Also warum sollte Brasilien aufhören zu exportieren und Agrarexporteur Nr 1 der Welt sein wollen, wenn wir nicht aufhören, unsere PKWs, LKWs, Atomkraftwerke, Maschinen, Würstchen, Hühner, Bier und Molkereiprodukte zu exportieren?
Das ist die Gegenfrage.
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