Eine gute und eine schlechte Nachricht für Wendelin Wiedeking. Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Porsche-Chef nun Untreue vor, stellt das Verfahren wegen Kursmanipulation gegen ihn aber ein.
Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking soll bei riskanten Aktiengeschäften in Milliardenhöhe Vermögen des Sportwagen-Konzerns auf unlautere Weise gefährdet haben. Wegen des "Anfangsverdachts" der Untreue hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ein neues Ermittlungsverfahren gegen Wiedeking eingeleitet, der früher einer der bestbezahlten Manager in Deutschland war. Das Verfahren soll sich auch gegen Holger Härter richten, den früheren Finanzchef des Sportwagen-Herstellers.
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Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sieht sich neuen Vorwürfen ausgesetzt: Wegen des "Anfangsverdachts" der Untreue hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Ermittlungsverfahren gegen den 58-Jährigen eingeleitet. (© ddp)
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Gleichzeitig lässt die Staatsanwaltschaft andere schwere Vorwürfe gegen die beiden einstigen Porsche-Manager weitgehend fallen. Ihnen wird nicht länger angelastet, bei der von ihnen betriebenen und schließlich gescheiterten Übernahme von VW durch Porsche den Aktienkurs von Volkswagen mit Hilfe einer Bank zugunsten ihres Unternehmens manipuliert zu haben. Ein im Sommer 2009 gegen die beiden ehemaligen Porsche-Manager und gegen Beschäftigte der in Frankfurt ansässigen Maple Bank eingeleitetes Ermittlungsverfahren ist jetzt vollständig eingestellt worden; weitere Vorwürfe werden noch geprüft. Hinzu kommt der neue Verdacht der Untreue gegen Wiedeking und Härter.
Wiedeking war von 1992 bis 2009 Chef des in Stuttgart ansässigen Sportwagen-Herstellers und hatte in den letzten Jahren seiner Amtszeit einen der spektakulärsten Machtkämpfe in der deutschen Wirtschaft begonnen. Der lange Zeit sehr erfolgreiche Automanager wollte mit Porsche den weit größeren VW-Konzern in Wolfsburg übernehmen, was dort, beim Land Niedersachsen und der Industriegewerkschaft Metall auf heftigen Widerstand stieß. In Wolfsburg befürchtete man, Porsche wolle in die gut gefüllte Konzernkasse von VW greifen und so die Übernahme finanzieren.
Fusion von Porsche und VW verzögert sich
Auf Betreiben von Wiedeking kaufte Porsche mit Zustimmung seiner Großaktionäre, der Familien Piëch und Porsche, im großen Stil VW-Aktien und deckte sich mit Optionen auf weitere Anteile von Volkswagen ein. Diese Optionen hatten zuletzt einen Umfang von mehr als 50 Milliarden Euro. Wiedekings Kalkül ging nach Beginn der Weltwirtschaftskrise und dem Kursverfall an der Börse nicht mehr auf. Porsche hatte mehr als zehn Milliarden Euro Schulden und musste von VW gerettet werden.
Die bei der Rettungsaktion beschlossene Übernahme von Porsche durch VW könnte nach Angaben aus Konzernkreisen nun einfacher werden, nachdem die Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Börsen-Manipulation weitgehend zurückgezogen hat. Bei Gericht sind Schadenersatzklagen von VW-Aktionären gegen Porsche anhängig.
Aus Angst vor solchen Belastungen hat VW die Eingliederung von Porsche verschoben. Porsche erklärte am Mittwochabend, nach Angaben der Staatsanwaltschaft sei voraussichtlich frühestens Anfang 2012 mit einem vollständigen Abschluss der Ermittlungen zu rechnen. Die geplante Verschmelzung von Porsche und VW werde sich dadurch wohl verzögern. Der Vorstand von Porsche gehe dennoch davon aus, dass der Zusammenschluss gelingen könne - gegebenenfalls auch noch 2011. Inoffiziell heißt es, die größten Brocken seien schon aus dem Weg geräumt.
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(SZ vom 24.02.2011/pak)
Großprojekte in Berlin
"Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking soll bei riskanten Aktiengeschäften in Milliardenhöhe Vermögen des Sportwagen-Konzerns auf unlautere Weise gefährdet haben"
Wer außer Banken hat bei Porsche mit seinen VW Deals eigentlich Geld verloren? Porsche hat geplant dazu heftig Kredite aufzunehmen, was mitten in einer (ungeplanten) Finanzkrise schwer möglich war.
Wer Wiedeking anklagt, der muss die halben Landesbanken nebst Commerzbank und HypoRealEstate in den Bau bringen. Die haben nachweislich Geld vernichtet.
In anderen Magazinen heisst es, dass der Verdacht auf Manipulation der Kurse sich nicht erhärten ließ und deshalb eingestellt werden musste. Das hat wohl der Staatsanwalt einen gravierenden Fehler gemacht und etwas konstruiert, was er nicht beweisen konnte.
Das bereits laufende Verfahren wegen Untreue (!) läuft weiter. Warum manipuliert die SZ hier, indem sie behauptet, es gäbe ein neues Verfahren? Es ist das alte Ermittlungs-Verfahren bei dem gleichen Staatsanwalt, der hier bereits den Kürzeren gezogen hat und offenbar im Amte trotzdem seinen schäbigen Phantasien freien Lauf läßt.
Das heißt nicht, dass ich annehme, dass Wedeking nicht alles im Rahmen der Legalität versucht hat, um die Kurse zu manipulieren. Nur: für die Untreue müsste es eigentlich einen Geschädigten geben. Die Porsche-Familie hingegen hat ihn mit viel Dankbarkeit verabschiedet. Dass irgendein Klein-Aktionär, der für sich mit Hilfe des Staatsanwaltes mit Rechtsmissbrauch noch eine Entschädigung rausholen will und sich als Geschädigter gebärdet, ist üblich. Nur fallen andere Staatsanwälte normalerweise nicht mehr darauf herein, sondern kennen ihre Pappenheimer.
Die Bank gewinnt immer. Dieser Satz müsste umgeschrieben werden in: PIECH GEWINNT IMMER.
Es ist unglaublich wie der alte Piech das Vermögen und den Einfluss des Piech-Porsche Clans bei VW gemehrt hat. Ab so oder so der Clan verdient immer und die Araber steigen sogar noch bei der "Spielzeugfirma für den reifen Mann Porsche" ein.
Alle schauen auf Wiedeking was für ein toller Hecht, in Wahrheit ein Erfüller von Piechs Gnaden und auch so von ihm behandelt.
Für alle die den grossen Managertraum träumen und glauben sie seien die Chefs, das gilt nicht für Familien AG´s oder hat jemand mal gehört, dass die Quandts, Sixt´s, Piechs, Mohns, Oetkers oder für Frankreich die Peugeots und Michilins die wichtigen Entscheidungen Fremden also nicht Familienmitgliedern überlassen.
am unsäglichen Geschwurbel erkennbar. Einen größenwahnsinnigen Wiedehopf als Ikone zu verklären, ist allein Realitätsverlust genug. Sollten ihm auch noch kriminelle Machenschaften nachgewiesen werden, bieten sich ja CS und UBS als Fluchtorte vor Strafverfolgung an. Cave ce-calva(o) ! "Steinbrücks virtuelle Kavallerie ist bereits unterwegs mit guten Erfolgen bei großen Fischen wie Ali , Mubarrak , Ghadafi ? Ob sich das beim Wiedehopf finanziell lohnt,spielt der doch in der Kreisliga, ist eine Frage des Profits, keine der Moral in der Schwyz.
mit Wohlwollen sah er zu wie wiedeking das VWgesetz kippen wollte - der Clan wäre zum alleinherrscher geworden! - als das daneben ging konnte er den zu mächtigen wiedeking über die Klinge springen lassen. Bei wem hat Porsche Schulden? - bei VW? - geschädigt wird unser Steueraufkommen!
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