Tarifstreit Hamburger Flughafen-Sicherheit streikt am Mittwoch

Die Streikpause ist vorbei: Die Gewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen aufgerufen, erneut die Arbeit niederzulegen. Reisende müssen sich wieder auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen.

Am Mittwoch kommt es am Hamburger Flughäfen wieder zu Verspätungen und Flugausfällen. Die Sicherheitskräfte wollen dort erneut den gesamten Tag die Arbeit niederlegen. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit. "Das tut uns leid, lässt sich aber nicht vermeiden", erklärte Verdi-Fachbereichsleiter Peter Bremme. Die Arbeitgeberseite spiele nach wie vor auf Zeit. Sie dürfe sich über die Aktion der Beschäftigten nicht wundern.

In der vergangenen Woche war es durch Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Hamburg, Düsseldorf und Köln/Bonn zu massiven Behinderungen gekommen. Mehrere hundert Flüge wurden gestrichen. Zehntausende Passagiere waren betroffen. Seit Samstag hatte die Gewerkschaft zu einer Streikpause aufgerufen, um Zeit für neue Gespräche zu haben. In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben von Verdi für Mittwoch zunächst keine neue Aktionen an den Flughäfen geplant.

Verdi will für die 600 Mitarbeiter der Personenkontrollen in Hamburg einen Stundenlohn von 14,50 Euro erstreiten, die Arbeitgeberseite hat in einem ersten Schritt 12,75 Euro, später 13,50 Euro angeboten. Für die 34.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen fordert Verdi Erhöhungen der Stundenlöhne zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro. In der untersten Lohngruppe werden derzeit laut Gewerkschaft 8,23 Euro brutto gezahlt.

Fünftägiger Streik bei Iberia

In Spanien sorgt ein Streik für Chaos im europäischen Luftverkehr: Die Beschäftigten des Boden- und Kabinenpersonals von Iberia sollen bis einschließlich Freitag die Arbeit niederlegen. Am Dienstag mussten erneut mehr als 200 Flüge gestrichen worden. Dazu gehörten nicht nur Flüge von Iberia selbst, sondern auch der Tochtergesellschaften Vueling, Air Nostrum und Iberia Express. Der Streik ist der größte in der Geschichte des Unternehmens.

Am Montag war es zu Beginn des Ausstands auf dem Madrider Flughafen zu Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und der Polizei gekommen. Dabei wurden fünf Menschen festgenommen. Nach Angaben des Unternehmens konnten 86 Prozent der betroffenen Passagiere auf andere Maschinen umgebucht werden. Der Ausstand richtet sich gegen einen Sanierungsplan, der den Abbau von 3800 der insgesamt 20.000 Arbeitsplätze vorsieht.

Im März soll an zehn weiteren Tagen gestreikt werden. Dann will sich auch die Pilotengewerkschaft Sepla dem Ausstand anschließen.