Pflege Gröhe verspricht stabile Beiträge zur Pflegeversicherung

Einen "wirklichen Kraftakt" nennt Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister seit 2013, die Reform: "Damit erhalten 1,6 Millionen Demenzkranke in Deutschland endlich gleichberechtigten Zugang zu allen Leistungen."

(Foto: Jörg Carstensen/dpa)
  • Zum Jahreswechsel ist die größte Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung in Kraft getreten.
  • Um sie zu finanzieren, hat die Regierung die Beiträge zur Pflegeversicherung in zwei Stufen um insgesamt 0,5 Prozentpunkte angehoben.

Nachdem die Beiträge der gesetzlichen Pflegeversicherung zum Jahresbeginn um 0,2 Prozentpunkte angehoben wurden, sollen sie nun nicht weiter ansteigen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte der SZ, er gehe "auf heutiger Basis davon aus, dass die Beiträge bis zum Jahr 2022 stabil bleiben".

"Die Beitragszahler müssen vor zu hohen finanziellen Belastungen geschützt werden", sagte der CDU-Politiker. Gleichzeitig sei es wichtig, den Alten und Kranken auch in Zukunft eine gute Versorgung zu ermöglichen. "Es geht dabei um gelebte Mitmenschlichkeit und die richtigen Prioritäten", erklärte Gröhe.

Zum Jahreswechsel ist die größte Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung in Kraft getreten. Die Reform kostet etwa fünf Milliarden Euro pro Jahr. Um sie zu finanzieren, hat die Regierung die Beiträge zur Pflegeversicherung in zwei Stufen um insgesamt 0,5 Prozentpunkte angehoben. Seit dem 1. Januar zahlen Kinderlose 2,8 Prozent in die Pflegeversicherung ein, Versicherte mit Kindern 2,55 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Beiträge je zur Hälfte.

"Niemand muss sich Sorgen machen"

Bundesgesundheitsminister Gröhe erklärt, was die Pflegereform für Demenzkranke bedeutet, wer welche Kosten trägt - und was getan wird, um mehr Betreuungspersonal zu gewinnen. Interview von Kim Björn Becker mehr ...