32 Millionen Euro berechnet der Karstadt-Insolvenzverwalter Görg für seinen 15-Monats-Job. Diese Summe mag zwar rechtens sein, doch sie ist viel zu hoch - zumal das Verfahren Karstadt alles andere als glatt lief.
Die Insolvenz des Warenhauskonzerns Arcandor im Juni vergangenen Jahres war einer der größten Pleitefälle - Karstadt, neben Kaufhof die größte Warenhauskette in Deutschland, gehörte dazu, Quelle, einer der größten Versender, sowie weitere Firmen und Beteiligungen. Alleine in den Kaufhäusern sind mehr als 25.000 Arbeitsplätze betroffen. In dieser Liga haben sonst nur noch Insolvenzfälle wie Holzmann, AEG oder die Kirch-Gruppe gespielt.
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Klaus Hubert Görg berechnet für seine Zeit als Insolvenzverwalter 32 Millionen Euro. (© ag.dpa)
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Vor mehr als 15 Monaten hatten Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und seine Mitarbeiter den Fall Arcandor übernommen, sicher keine leichte Aufgabe. Allein für die Betreuung des Karstadt-Verfahrens - übrigens nur ein Teil der gesamten Pleite - berechnet Görg jetzt gut 32 Millionen Euro, insgesamt kostet das Verfahren 50 Millionen Euro.
Das ist viel, zu viel - zumal das Verfahren Karstadt alles andere als glatt lief. In der Öffentlichkeit wurde monatelang geschachert, die Mitarbeiter, die auch noch auf Gehalt verzichten mussten, waren im Ungewissen. Es steht wohl außer Frage, dass bei der Berechnung des Millionenhonorars alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Die Sätze für Insolvenzverwalter sind gesetzlich festgelegt. Und natürlich geht die Summe nicht an Görg alleine, sondern davon werden auch das gesamte Sanierungsteam sowie externe Sachverständige bezahlt.
Trotzdem ist die Summe zu hoch. Karstadt ist ein Beispiel dafür, wie die Insolvenzrechtliche Vergütungsverordnung falsche Anreize setzt. Görg war von Anfang an auf einen schnellen Verkauf von Karstadt als Ganzes aus. Am Ende gab er dem Investor Nicolas Berggruen den Zuschlag. Ob das die Rettung von Karstadt ist, ist keineswegs ausgemacht.
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(SZ vom 08.10.2010/aum)
Jura und BWL studieren und sich dort nach einer mehrjährigen Tätigkeit in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bewerben....!
Jammern hilft nichts!
Weiterkommen und Geldverdienen - !
So will es das neoliberale System....!
Man sollte schon erkennen, dass es sich um ein System der Egoisten - Neoliberalismus - handelt und nicht um einen Wohltätigkeitsverein!
Hallo - wer auf der solzialen, mitfühlenden Welle schwimmt - hat schon lange verloren!
Das machen neoliberale Treiber doch nur vor der Presse: Mitgefühl zeigen, Bücher von Anstand und Moral präsentieren und den Bürgern von Anstand, Moral und Menschlichkeit predigen!
In Zusammenarbeit mit der Kirche - ein pikantes Süppchen!
Kirche, Regierungen und Wirtschaftsmächtige waren doch nie für die "arbeitende Bevölkerung" - sprich einfachen Bürger da!
"Zwei Parallelwelten, die sich nicht mehr gegenseitig nachvollziehen können!"
Die Parallelwelt da oben kann die Welt der Heranschaffer sehr gut nachvollziehen. Nur wegen der detaillierten Kenntnisse und ausgezeichnetem Wissen können die die so gut ausplündern. Nur die da unten haben keine Ahnung, zu welchen Deppen sie gemacht werden.
ist für viele der letzte Rettungsanker. Es werden Hoffnungen in das "System Insolvenz(verwaltung)" gesetzt.
Diese Hoffnungen sind jedoch nur bei Menschen vorhanden, die nicht wissen, was in diesem "Geschäftsfeld" in Deutschland vor sich geht.
Seit Jahrzehnten ist jedem Juristen, jedem Politiker und das in allen Fraktionen bekannt, wie der Hase läuft. Da jedoch so viele Politiker und so viele Beamte in den Regierungsstellen Juristen sind, würde man glatt den Ast absägen, auf dem man sitzt oder besser die Hand abschlagen, die einen füttert.
Selbst Insolvenzverwalter, aufgrund eigener, persönlicher Einstellung interessiert, den "Job" gut zu machen, sind gewaltig überbezahlt.
Nur, solche Ausnahme-Insolvenzverwalter müssen erst gefunden werden. Das ist deshalb auch gerade so schwierig, weil die Richter, die Insolvenzverwalter bestellen anscheinend völlig interesselos vor sich hin wursteln.
kwt
Alles politisch festgelegt.
Die Kaste bedient ihre Juristen selbst bei der "Entsorgung" von Unternehmen üppig. Wer dazugehört...... gehört zur Selbstbedienungskaste.
Die politischen Parteien sind auch sonst eng mit dem Müllgeschäft verbandelt.
Paging