Nicht mehr als Herumdoktern: Was die Regierung Merkel bislang an Hartz-IV-Rezepten präsentiert, ist wenig durchdacht.
So viel Einigkeit gibt es selten. Fünf Jahre nachdem die größte Sozialreform der Nachkriegsgeschichte in Kraft getreten ist, fordern alle Parteien Änderungen bei Hartz IV. An die Spitze der Bewegung hat sich die neue Arbeitsministerin Ursula von der Leyen gestellt. Hartz IV, sagt sie, müsse gerechter werden. Das hören die Wähler gerne. Aber was die Bundesregierung bislang plant, läuft auf ein Herumdoktern an Symptomen hinaus.
Beratung, bitte nicht stören: Passend zum fünften Hartz-IV-Jahrestag mehren sich die Stimmen der Kritiker. (© Foto: AFP)
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Für viele Menschen ist Hartz IV eine Chiffre dafür, dass auch in Deutschland der Absturz in die Armut möglich ist. Trotzdem war es nicht falsch, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld zusammenzulegen und zu versuchen, jeden schnell und notfalls mit Druck wieder an einen Arbeitsplatz zu bringen. Allerdings funktioniert das Prinzip "Fördern und fordern" nur zum Teil.
Sicher, es gibt Fortschritte: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging kräftig zurück. Die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen sank, wenn auch dies zum Teil am Wirtschaftsaufschwung bis zum Ausbruch der Krise lag und nicht an den neuen Sozialgesetzen. Mehr Menschen melden ihre Ansprüche an den Staat an und verzichten nicht mehr wie früher aus Scham auf Sozialhilfe. Und die Bereitschaft, überhaupt eine Arbeit aufzunehmen, hat sich erhöht.
Diese Erfolge sind jedoch teuer erkauft. Das größte Problem ist der riesige Niedriglohn-Sektor, der sich in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat. Durch Hartz IV hat sich der Lohndruck vor allem auf gering Qualifizierte merklich erhöht. Fast jeder Zweite, der vorher von der Grundsicherung lebte und wieder einen Job ergattert hat, verdient weniger als 7,50 Euro brutto die Stunde. Immer mehr Menschen haben befristete Verträge ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die Zahl der Menschen mit einem sicheren Vollzeitarbeitsplatz nimmt stetig ab. Außerdem verbreitet sich der Missbrauch der Zeitarbeit. Betriebe dünnen ihre Stammbelegschaft aus und ersetzen sie durch billige Leiharbeitskräfte. Der Fall Schlecker ist dafür nur ein Beispiel.
Gleichzeitig hat Hartz IV die Spaltung auf dem Arbeitsmarkt vertieft. Wer nicht länger als ein Jahr ohne Job ist und Arbeitslosengeld I bezieht, wird besser betreut und hat deutlich mehr Chancen, zurück ins Berufsleben zu finden, als die Empfänger von Arbeitslosengeld II. Die Hartz-IV-Bezieher dagegen gehören zur unteren Klasse der Arbeitslosen - und häufig bleiben sie auch dort. Fast jeder zweite Haushalt, der Anfang Januar 2005 auf Grundsicherung angewiesen war, bekam drei Jahre später immer noch Hartz IV. Das zeigt, dass viel zu viele den Ausstieg aus der Hilfebedürftigkeit nicht schaffen. Dies gilt gerade für Alleinerziehende.
Vieles liegt also im Argen. Doch was die schwarz-gelbe Koalition bislang an Gegenrezepten präsentiert hat, wirkt wenig durchdacht. Das Schonvermögen für die private Altersvorsorge zu erhöhen, ist richtig, nutzt aber nur einer Minderheit von Arbeitslosen. Jobsuchenden zu ermöglichen, mehr Geld hinzuzuverdienen, wird darauf hinauslaufen, dass der Niedriglohn-Sektor weiter wächst. Es wird dann noch mehr Unternehmen geben, die ihren Mitarbeitern wenig zahlen, weil die ja der Staat zusätzlich alimentiert. Das ist staatlich subventioniertes Lohndumping, das sich nur durch flächendeckende Mindestlöhne verhindern lässt. Aber die will in der Koalition keiner. Auch die Ankündigung der Arbeitsministerin, Alleinerziehenden besser zu helfen, steht auf dünnem Boden. Ob der Krippenausbau wie geplant klappt, ist fraglich, weil den Kommunen das Geld fehlt.
Hartz IV muss nicht weg. Es lohnt sich, das System weiterzuentwickeln. Die Vorschläge der Bundesregierung reichen dafür bei weitem nicht aus. Ein paar warme Worte für Arbeitslose vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und eine stetig lächelnde Ursula von der Leyen werden Hartz IV nicht gerechter und menschlicher machen.
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(SZ vom 14.01.2010/mel)
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Die Hartz Gesetze wurden von Kriminellen ins Leben gerufen. Sie enteignen, Langzeitarbeitslose, mit der Begründung, man müsse sparen und die Geldeigentümer, seien eh alle nur faul. Das ich einen Rechtsanspruch auf Arbeitslosenhilfe hatte, bei den vorigen SGB Artikeln und dieser Rechtsanspruch, von den Gesetzen und damit dem Gesetzgeber; enteignet wurde, ist die Tatsache.
Ich habe einen Rechtsanspruch auf die Einlage, in die Erwerbslosenversicherung. Dieser Rechtsanspruch, wurde geschlachtet, da die Arbeitslosenversicherung, ein besonders grosser Posten Geldes war, welches unter der Verwaltung, der Bundesregierung war. Heute, ist das Geld Eigentum der Regierung und man verteilt diese Gelder nach belieben, Regierungsnahe Kriminelle, werden aus der Kasse verköstigt und die Einzahler um Ihre Einlagen geprellt.
Ich bin erstklassig ausgebildet, aber, der ARGE Mitarbeiter, ist nicht bereit, mich zu vermitteln. Dort werde ich gegängelt. Kurz vor dem Geburtstag, in die ARGE bestellt, um mir asozialsten Druck, aufzunötigen. Fördern, iist nur der leere Spruch dieses räuberischen Privatvereins. Ja dort schreckt man nicht einmal davor zurück, mich auf das Schwerste zu nötigen, meinen Arzt, von der Schweigepflicht entbinden zu müssen. Da die ARGE kein Amt ist, ist eine Strafanzeige, wegen schwerer Nötigung im Amt, nicht möglich und auch weil der sogenannte Sachbearbeiter, keinerlei Regeln, oder Anstand, gegen Seinen Kunden, zu halten braucht. Die ARGEn Unternehmungen sind dabei, reine, Enteignungsbetriebe.
Als Arbeitnehmer, hatte ich früher die Arbeitslosenversicherung. Bei der bekam ich Geld, wenn ich Erwerbslos war; um ein Menschen würdiges Leben führen zu können. Ich hatte einen Rechtsanspruch auf dieses Geld und meine Vermögenswerte, fanden keinerlei Berücksichtigung. Ich durfte also ruhig Millionär sein, bekam als Erwerbsloser, aber mein Geld, aus meiner Versicherung bezahlt.
Die Hartz Gesetze fördern; Arbeitsverweigerung, der Beamten, in den ARGEn Unternehmungen und fordern illegale Rechtsaufgabe bei den Bürgern; um sich oder Andere zu bereichern.
Der Trick, ist ja, das man kein AMT betreibt; sondern, eine privat organisierte Firma; welche man durch Beamte, betreiben lässt. Die Kunden, sind den Beamten in den ARGEn Unternehmungen, daher Hilf los ausgeliefert.
Auch sagen die Hartz Gesetze, schon in der 2. Fassung, jeden Eigentumsanspruch und die dazu gehörenden Rechte ab, in dem dem "Sachbearbeiter" alle Eigentumsrechte; eingeräumt werden. Der "Sa
....Übrigens finanzierst du damit keine Arbeitgeber sondern den Arbeitnehmer der in der Krise seinen Job nicht gleich verliert oder bei einem Startup einen Job findet...
Wenn das keine zinslose Fremdfinanzierung ist, was ist es dann?
Fazit: Entweder ein Unternehmen stellt sich der Marktwirtschaft (FDP läßt grüßen, Subventionsabbau, oder wie war das???) oder man(n)/frau läßt es bleiben!!!!
Dumpinglöhne mit Steuergeldern aufstocken geht garnicht!!!!!
Es gibt elendig viele Gründe wieso er es nicht mehr können kann. Automatiklager, Dienstleister wie DHL die die Lagerhaltung übernehmen, Just in Time Verfahren, Outsourcing auf die Strasse etc.
Wir müssen doch nun nich debattieren wieso die Löhne in der BRD höher sind als in anderen Ländern und wieso sich nidrig qualifizierte Arbeit in der BRD daher kaum noch lohnt, sowohl für den AN als für den AG. Im Ausland ist die Qualifikation (keine oder eine geringe) die gleiche nur der Preis dafür nidriger, wir können natürlich aus irgendwelchen merkantilitischen Gesichtspunkten weiterhin im Inland produzieren, nur müssen wir uns dann nicht wundern wenn sich keiner mehr unsere Produkte leisten kann und die Unternehmen Bankkrott gehen...
Schade dass du meinen ersten Beitrag, trotz Hinweis darauf nicht gelesen hast, sonst wüsstest du dass mein Modell für Schlecker bsp. nicht in Frage kommt. Wobei Schlecker 2009 ziemlich fette Verluste geschrieben hat. Übrigens finanzierst du damit keine Arbeitgeber sondern den Arbeitnehmer der in der Krise seinen Job nicht gleich verliert oder bei einem Startup einen Job findet...
Dann frage ich mich aber warum konnte mein damaliger Arbeitgeber diesen Stundenlohn zahlen konnte und heute (lassen wir mal die 2% Lohnsteigerung pro Jahr weg) diese 6,38 nicht mehr.
Es kann doch nicht sein das ich mit meinen Steuergeldern Arbeitgeber finanziere, die einen anständigen Lohn nicht zahlen wollen (s. Schlecker) es aber könnten!!!!!!
Naja HartzIV ist ja aber noch weniger als ein Stundenlohn von 4,00 - 6,00 (im Mittel 700/m.) also muss ich rein Ökonomisch betrachtet die gering bezahlte Beschäftigung doch vorziehen.
Wobei ich deinen Einwand ansich gut und richtig finde, ist ja auch richtig dass die Bezahlung in einigen Branchen kaum noch aussreicht um davon als Single zu leben. Was man sich im gegenzug aber fragen muss(!) lohnt sich der Arbeitsplatz denn auch für den Arbeitgeber, niemand beschäftigt jemanden wenn es sich für ihn nicht rechnet bzw. zahlt einen Lohn bei dem der Arbeitgeber Verluste macht. Daher denke ich ist ein Mindestlohn der falsche Weg, der AG der ja meist nur noch als Kapitalgeber agiert wird seine Investition verlagern (weil er´s kann) und irgendwo investieren wo die Rendite höher ist - klingt doof ist aber so...
Daher denke ich muss man in solchen Bereichen staatlich aufstocken und entsprechend der Rendite einen Riegel vorschieben bzw. den AN zukommen lassen. (s. meinen ersten Beitrag) - zum einen ist es billiger als Arbeitslosigkeit zu alementieren (subventionieren?) und ist es für die Menschen auch besser, da sie zumindest teilweise aus einer Abhängigkeit vom Staat befreit werden.
Ich plädiere definitiv für mehr Eigenverantwortung, alle schwafeln immer vom mündigen Bürger, wollen am liebsten direkte Demokratie aber sobald es um Pflichten und Notwendigkeiten geht werden sie zu Abhängigen die Ansprüche stellen. Der Mensch musste seit je her selber für sein Fortkommen sorgen, dass kann Keinem vom Staat abgenommen werden...
Paging