Finanzkrise Chinas Zentralbank nimmt Druck von den Geldhäusern

Die Börse ist abgestürzt wie seit vier Jahren nicht mehr, die Finanzmärkte sind sehr nervös. Nun schreitet die Notenbank ein: Sie werde Geldhäusern in Schwierigkeiten helfen, verspricht Chinas Zentralbank.

Die Zentralbank von China hat ihren Banken zugesagt, sie notfalls mit Geld zu stützen. Chinesische Banken stehen seit Tagen unter Druck, sie stecken in einer Liquiditätsklemme und können sich nur noch schwierig neues Geld besorgen. Deswegen stürzen in Asien seit Tagen die Aktienkurse - am Montag so stark wie seit knapp vier Jahren nicht mehr.

Auch am Dienstag gaben die Werte noch einmal leicht nach, erholten sich aber leicht nach der Ankündigung der Zentralbank. Wenn Banken kurzfristig Probleme bei der Refinanzierung haben, werde sie Liquiditätshilfe leisten, heißt es in der Mitteilung. Die Zentralbank werde angemessene Maßnahmen ergreifen, um die Stabilität der Geldmärkte sicherzustellen.

Die chinesische Zentralbank hatte bisher deutlich gemacht, dass der Druck auf die Banken durchaus gewollt sei - um die Institute dazu zu bewegen, ihr Geschäft in Ordnung zu bringen. Das hatte jedoch die Turbulenzen an den Finanzmärkten ausgelöst, die Angst vor einer Kreditklemme in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt haben.

Mit der neuen Mitteilung wolle die Notenbank diese Panik dämpfen, sagen Beobachter. "Die Botschaft ist klar: Die Zentralbank will keinen Tsunami auf Chinas Finanzmärkten sehen", sagte Xu Gao, Chefökonom der Firma Everbright Securities.

Chinas Zentralbank hat auch öffentlich gemacht, dass sie bereits Banken mit Kapital geholfen hat, schreibt die Nachrichtenagentur Dow Jones. Die genaue Summe bleibt jedoch unklar.