Dax-Konzern Ölpreis stürzt ab - BASF leidet

BASF-Werk in Ludwigshafen.

(Foto: dpa)
  • Viele Dax-Konzerne profitieren vom fallenden Ölpreis.
  • Dem weltgrößten Chemiekonzern BASF vermiest dieser nun allerdings den Gewinn. Er fällt um mehr als eine Milliarde Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Die Lufthansa kann billiger fliegen, die Autohersteller BMW und Daimler freuen sich über sinkende Spritpreise für ihre Kunden - der Ölpreis ist im freien Fall, davon profitieren deutsche Verbraucher und Firmen.

Allerdings gibt es auch Verlierer. Besonders drastisch trifft es nun den Dax-Konzern BASF, das weltgrößte Chemie-Unternehmen. Der BASF-Gewinn ist 2015 stärker zurückgegangen als erwartet. Vor Steuern und Zinszahlungen fiel der Gewinn um 18 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte der Konzern lediglich einem "leichten Rückgang" in Aussicht gestellt, doch der extreme Preisverfall beim Öl hat das Unternehmen offensichtlich überrascht.

Rund 600 Millionen Euro hat BASF im vierten Quartal im Segment Öl und Gas abgeschrieben. Die niedrigen Preise für die Rohstoffe machen vor allem der Tochtergesellschaft Wintershall zu schaffen. Jahrelang hat sie zum Gewinn beigetragen, während andere Geschäftsbereiche unter schwächerer Nachfrage litten.

"BASF erwartet, dass die Öl- und Gaspreise im Jahr 2016 auf einem niedrigen Niveau verbleiben werden", erklärte der Konzern. "Auch die Annahmen für die Öl- und Gaspreise in den Folgejahren wurden reduziert." Die heute bekannt gegebenen Zahlen sind vorläufig.

Der Ölpreis pendelt derzeit weiterhin um die Marke von 30 Dollar je Barrel. Jüngsten Daten zufolge sind die US-Lagerbestände weiter gewachsen, wodurch das weltweite Überangebot weiter anschwillt.