Wenn das Unternehmen tiefrote Zahlen schreibt, leidet auch der Chef: Daimler-Boss Dieter Zetsche hat 2009 weniger verdient - wegen der Krise.
Weniger Autos verkauft, weniger verdient - weniger Geld auf dem Konto: Daimler-Chef Dieter Zetsche bekommt die roten Zahlen des von ihm geführten Unternehmens im eigenen Geldbeutel zu spüren.
Nein, es läuft überhaupt nicht rund: Die Krise hat Daimler nicht verschont - das ärgert Dieter Zetsche. (© Foto: ddp)
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Zetsches Bezüge gingen im vergangenen Jahr von 4,8 Millionen Euro auf 4,2 Millionen Euro zurück, wie aus dem am Mittwoch im Internet veröffentlichten Geschäftsbericht des Autoherstellers hervorgeht. Hinzu kommen noch steuerpflichtige geldwerte Vorteile wie etwa Dienstwagen und Aufwendungen für Sicherheitsleistungen in Höhe von 112.000 Euro. Für das Geschäftsjahr 2007 hatte Zetsche sogar 10,2 Millionen Euro kassiert.
Zetsches Grundvergütung belief sich im letzten Jahr auf 1,53 Millionen Euro. Der Bonus erhöhte sich auf 689.000 Euro. Hintergrund dafür war, dass eine andere Bezugsgröße gewählt worden ist. Hinzu kam eine langfristig orientierte, aktienbasierte Vergütung in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Der Daimler-Chef musste bereits zum zweiten Mal in Folge einen Gehaltsrückgang hinnehmen.
Einfach mal verzichten
Insgesamt verdienten die Daimler-Vorstände im letzten Jahr 11,8 Millionen Euro nach 16,6 Millionen Euro im Jahr 2008. Im Zuge des milliardenschweren Sparpakets bei dem Autohersteller verzichteten im vergangenen Jahr die Vorstände des Konzerns freiwillig auf 15 Prozent der Grundvergütung.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Daimler in der weltweiten Autokrise tiefrote Zahlen eingefahren. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rutschte von plus 2,7 Milliarden Euro auf einen Fehlbetrag von 1,5 Milliarden Euro ab. Unter dem Strich gab es einen Verlust von 2,6 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 1,4 Milliarden Euro im Jahr zuvor. In diesem Jahr peilt der Hersteller ein Ebit von mehr als 2,3 Milliarden Euro an - dies würde sich 2010 auch in den Geldbeuteln der Vorstände bemerkbar machen.
Neben den Einbußen, die sich aus dem Vergütungssystem ergeben, hatte sich der freiwillige Gehaltsverzicht des Führungsgremiums niedergeschlagen. Seit Mai 2009 verzichten die Vorstandsmitglieder wegen der anhaltend negativen Geschäftsentwicklung bei Daimler auf 15 Prozent ihrer Grundvergütung. Die Regelung gilt bis Ende Juni.
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(sueddeutsche.de/DAPD/dpa/Reuters/mel/hgn)
Die Ignoranz und Überheblichkeit bei der Wortwahl der Überschrift ist fast nicht zu toppen. Offensichtlich ist dem Autor nicht im Geringsten bewußt, wer in Wahrheit für die massiven Fehlentscheidungen unserer Wirtschaftslenker und Politiker verantwortlich ist und die Suppe auszulöffeln hat. So viel Abbitte können die gar nicht tun.
...wurde erwähnt, das der Höchstsatz der Einkommensteuer um 11% gesenkt wurde?
...kostenneutral durch Kürzung des Selbstbehaltes von Alterheimbewohnern mit unzureichender Altersrente um 40%?
Das dumpf in mir aufsteigende, wachsende, unheilvolle Gefühl jemandem weh tun zu müssen bereitet mir Sorge.
"Nur" 4,2 Mio??
Guido hilf!!
Man kann doch so einen Leistungsträger nicht verhungern lassen.
... wird aus der Handelsblatt-Meldung deutlich, nach welcher Zetsche staatliche Hilfen für die Einführung von Elektroautos fordert.
Die Chuzpe der Auto-Lobby ist nicht zu fassen.
Hungerödeme kann ich - auch nach anstrengendem Hinsehen - bei Zetsche noch keine entdecken.
Paging