Dresdner Bank

Auch die Tätigkeiten der Dresdner Bank in der Zeit des Nationalsozialismus wurden von einer unabhängigen Historikerkommission beleuchtet. Im Zuge der Bankenkrise von 1931 kam die Dresdner Bank mehrheitlich in den Besitz des Deutschen Reiches. In den folgenden Jahren war die Bank an der Enteignung jüdischer Vermögen beteiligt und hatte eine enge Verbindung zur SS. Die Dresdner Bank finanzierte Rüstungsprojekte und hielt 26 Prozent an der Breslauer Huta AG, einem damals führenden Baukonzern, der Baumaßnahmen im Vernichtungslager Auschwitz ausführte - dazu gehörte auch die Errichtung von Krematorien.

Am 20. Dezember 1947 wurde im großen Schwurgerichtssaal des Nürnberger Justizpalastes der Prozeß gegen 21 ehemalige Diplomaten und Wirtschaftsführer der "Wilhelmstraße" eröffnet. Die Urteilsverkündung erfolgte am 14. April 1949. Ein Angeklagter der Nürnberger Prozesse war der Ex-Dresdner-Bank-Vorstand Karl Rasche (hintere Reihe, 4. von rechts), er bekam sieben Jahre Haft.

Die Aufarbeitung ihrer Geschichte ließ sich die Dresdner Bank 1,6 Millionen Euro kosten, zehn Historiker forschten acht Jahre daran. Es gab eine umfassendere Zusammenarbeit zwischen Nazis und Dresdner Bank als zuvor vermutet, so das Ergebnis des Berichts. Foto:dpa

20. November 2007, 13:412007-11-20 13:41:00 © sueddeutsche.de