Der großen Mehrheit der Rentner geht es gut. Noch. Denn das Niveau der Altersbezüge wird drastisch sinken. Ohne politische Korrekturen benötigen viele Ruheständler künftig staatliche Hilfe. Wie viel Rente gibt es in Zukunft? Wie kann ich meinen Lebensstandard im Alter sichern? Was tut die Regierung?
Im Koalitionsvertrag von 2009 haben sich Union und FDP viel vorgenommen: "Wir wollen, dass diejenigen, die ein Leben lang Vollzeit gearbeitet und vorgesorgt haben, ein Alterseinkommen oberhalb der Grundsicherung erhalten", heißt es darin. Wie die Bundesregierung das schaffen will, hat sie bislang offen gelassen. Nun beginnt am Mittwoch der "Regierungsdialog Rente". Bei den Gesprächen mit Experten und Sozialverbänden wird über Wege zur Vermeidung der Altersarmut diskutiert. Worum es dabei geht, zeigt ein Überblick.
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Vielen Bürgern bleibt im Alter nicht viel Geld. Sie haben allerdings keine Vorstellung, wie groß die Rentenlücke in Zukunft sein wird.
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Wie hoch ist die gesetzliche Altersrente?
Wer ausschließlich auf die staatliche Rente angewiesen ist, kann nicht in Saus und Braus leben: 2010 erhielten Männer in Westdeutschland im Durchschnitt eine Altersrente von 985 Euro. Frauen bekamen nur 490 Euro. Die Zahlen vermitteln aber kein vollständiges Bild. Tatsächlich haben die meisten Menschen im Alter von 65 Jahren aufwärts deutlich mehr Geld zur Verfügung, weil sie Einnahmen aus einer Lebensversicherung haben, eine Betriebsrente beziehen, Immobilien besitzen oder mit einem Lebenspartner ihre Ausgaben teilen können.
Gibt es viele arme Rentner?
Amtlich gelten nur zwei bis drei Prozent der Rentner als arm, weil sie mit ihrem Einkommen unter dem staatlichen Grundsicherungsniveau liegen. Ende 2009 waren dies rund 764 000 Personen. Im Durchschnitt erhielten sie 627 Euro zum Leben und Wohnen. Fast die Hälfte von ihnen musste vorzeitig aufhören zu arbeiten, weil sie krank waren. Viele sind nur zwischen 50 und 60 Jahren alt.
Wie wird sich das Rentenniveau in Zukunft entwickeln?
Wer in 30 Jahren Altersgeld kassiert, bekommt etwa 20 Prozent weniger Leistungen als einer, der soeben das Berufsleben beendete. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagt in einer Studie voraus, dass die einzige Gruppe, die ihre Rente auf einem niedrigen Niveau ausbauen kann, westdeutsche Frauen sind, weil sie mehr arbeiten als früher. Fest steht, dass das Niveau der Nettorente sinkt. Dieses sogenannte Sicherungsniveau gibt - vor Zahlung von Steuern - das Verhältnis zwischen der Rente an, die ein Durchschnittsverdiener nach 45 Jahren erhält, und dem Brutto-Durchschnittseinkommen. Derzeit beläuft es sich das Sicherungsniveau auf 50,8 Prozent. 2025 wird es laut Arbeitsministerium 45,2 Prozent betragen. 2030 sollen es sogar nur noch 43 Prozent sein.
Wie aussagekräftig sind die Zahlen?
Gerechnet wird mit dem sogenannten "Eckrentner". Der Bruttoverdienst dieses Muster-Rentners liegt derzeit im Westen bei 2522,33 Euro. Er bringt es so auf eine monatliche Rente von 1236,15 Euro. Das Problem dabei: Der Muster-Bürger ist nur eine fiktive Rechengröße - und in der Realität längst am Aussterben. Denn immer weniger Arbeitnehmer schaffen es, Jahrzehnte ununterbrochen Sozialabgaben zu zahlen und dabei auch noch ordentlich zu verdienen. Insofern werden viele zukünftige Ruheständler mit ihren Altersbezügen unter dem ohnehin sinkenden Nettorentenniveau liegen.
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DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Die Anzahl der Kinder ist schon ein wenig knapp. Könnte mehr sein, wäre aber zu managen. Schlimm ist das unser Bildungssystem kaputtgespart wird, bei den augenblicklichen Faktoren würden mehr Kinder auch nur Null bringen, da dem Mehr an Kindern kein Mehr an Bildungsausgaben gegenüberstünde.
Als insgesamt Rohstoff armes Land haben wir nur eine Resource und das ist unser Intellekt. Die einzige sichere Rentenquelle ist die Bildung der künftigen Generationen. Nur wenn die die Wirtschaftsleistung erbringen kann, um die nicht arbeitende Bevölkerung (Rentner, Kinder, Millionäre) zu erhalten, dann sind auch Renten (egal ob gesetzliche oder private Altersversorgung) sicher.
Aber lieber versuchen wir in den Bildungsresourcen anderer Länder zu schmarotzen, als die finanzielle Anstrengung auf uns zu nehmen und die hier geborenen Kinder zu einer anspruchsvollen Ausbildung zu führen. Und wenn man sich die Anzahl der Studienplätze in Deutschland ansieht, dann sind die Ingenieurstudienplätze weit unterrepräsentiert. Irgendwann können sich die BWL und die Juristen dann selber verwalten und verklagen, weil es keinen mehr gibt, der real Werte erwirtschaftet.
wenn 40 % einer Bevölkerung ins Rentenalter wechselt und ihre Staatspapiere zu Geld machen = der Staat muss seine Schulden zurückzahlen, dann könnte es hier arg eng werden.
Er muss dann entweder woanders frisches Geld aufnehmen oder aber die Steuern erhöhen.
Hinzu kommt ja noch, dass weniger Berufstätige nicht nur weniger Beiträge in die Rentenkasse zahlen, sondern eine ganz ordentliche Steigerung der Wirtschaftskraft pro Arbeitnehmer liefern müssen, um das BIP und damit Unternehmensumsätze, -gewinne und Steuereinnahmen aufrecht zu erhalten.
Das führt Aktienmärkte und Unternehmen in die Bredouille, die haben einmal weniger Arbeitskräfte und zum anderen fallen die Aktienkurse, weil die Rentner das angesparte Vermögen versilbern.
Natürlich kann man darauf hoffen, dass ausländische Arbeits- und Finanzmärkte unser Dilemma auffangen, aber in den westlichen Staaten sieht es nicht besser aus, Japan dümpelt schon seit Jahren nur noch knapp über Meeresspiegelniveau dahin und den Chinesen geht es keinen Deut besser.
Ich schätze, wir sollten uns einfach seelisch und moralisch darauf einstellen, dass künftige Rentnergenerationen auf die jetzigen Rentner neiderfüllt blicken werden, und überlegen, wie wir dem heraufziehenden Mangel am besten begegnen.
Aus Ihrer Sicht beruht das Rentensystem auf kruden Ideologien. Tatsache ist, dass es seit ca. 150 Jahren funktioniert. Eine Reihe Schwächen sind von der Politik eingebaut worden. So zum Beispiel Kapitalentnahme an versicherungsfremder Leistungen. Oder auch die Rente mit 58. Dann sind da ja noch die Berufsgruppen, die ihren Unterhalb mit Leiharbeit und anderen Niedriglohnverhältnissen bestreiten müssen. Was nicht nur die Einnahmen der Rentenversicherung schmälert. Nebenbei dürfen Sie davon ausgehen: Wenn unser Rentensystem kollabiert, dann werden es auch die Kapital gestützten Privatversicherungen tun. Die wird der sogenannte Demographische Faktor ebenfalls einholen.
"Gefährdet sind die Hartz-IV-Empfänger, für die der Staat kein Geld mehr in die Rentenkasse überweist. "
Hallo? Der formale Beitrag der Arge war auch ohne diese sinnlose Zahlung so niedrig, dass dieser effektiv NICHTS ausgemacht hat.
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Für 27,20€ im Monat (konstanter Rentengegenwert angenommen) muss man jährlich 31k€ x 19.8% bzw. 6200€ aufwenden. Angesichts 18 Jahren zu erwartender Rentenbezugsdauer wären "kapitalbasiert" 28,70€ drin.
Mit 1% Rendite über Inflation wie bei Staatspapieren, 45 Durchschnittsjahre (Eckrentner) wären kapitalbasiert monatlich 2050€ drin.
Schulden für eine anteilige Kapitaldeckung hat unser Staat eigentlich genug, nur eben überwiegend nicht bei seinen eigenen Rentnern. Ich empfehle einen Blick in die Schweiz: Grundrente mit solidarischem Einheitsbeitrag für alle und kapitalbasiert (wieder hälftig Arbeitgeber und Arbeitnehmer) in öffentlichen Schuldverschreibungen als leistungsabhängige Komponente.
Damit wäre sicher, dass jeder mit Job (egal wie lausig bezahlt) eine höhere Rente wie das Minimum bedeutet, zudem ist die Gefahr von hohen SGB-Zuschüssen für Minirenten gebannt.
Nunja, wenn Sie die Ansprüche aller anderen Gesellschaftsschichten nachrangig behandeln wollen, werden die sich zu Recht fragen müssen, warum sie den nächsten Generationen einen Mehrwert überlassen sollten. Und dass es volkswirtschaftlich betrachtet erhebliche Mehrwerte von Generation zu Generation gibt (noch) wird nicht einmal der Einfältigste unter den Teutonen bestreiten wollen.
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