Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bestimmt sein Leben: Peter Hartz über das neue Projekt Minipreneure und wie er die Fehler von gestern korrigieren will.
Interview:
Tobias Dorfer
Die Reform des Arbeitsmarkts basiert auf seinen Ideen, jetzt mischt sich Peter Hartz wieder in die Politik ein - und entwirft ein Konzept für den Arbeitsmarkt im Saarland.
Als einem der Hauptakteure im deftigen VW-Skandal war Peter Hartz klar, was auf ihn zukommt: Der Auftritt vor Gericht geriet zum Spießrutenlauf. Dafür sorgten allein schon die vielen Demonstranten und empörte Arbeitslose, die dem Architekt der Arbeitsmarktreformen einen lautstarken Empfang bereiteten.
Es ist noch nicht lange her, da holten sich Politiker wie auch Unternehmensführer Rat bei ihm. Doch dann wurden dubiose Zahlungen und Lustreisen bei VW bekannt - und Peter Hartz verlor seinen guten Namen. Ab heute muss er sich wegen des Vorwurfs der Untreue vor dem Landgericht Braunschweig verantworten.
Von
Hans Leyendecker
Hartz hat alle Anklagepunkte eingestanden und damit Aussicht auf eine Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe. Das mag vielen allzu mild erscheinen. Ihnen geht es aber in erster Linie nicht um eine angemessene Strafe für die Untreuevorwürfe.
Von
Marc Beise
Der ehemalige Volkswagen-Vorstand hat freiwillig auf den Orden verzichtet und ihn zurückgeschickt. Hartz wurde 2007 wegen Untreue zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt.
Von Macht und Ohnmacht: Der ehemalige VW-Manager Peter Hartz hat ein Buch schreiben lassen, in dem er sich als Rufmordopfer der Medien darstellt. Bei seinen Skandalen weicht er aus.
Von
Michael Jürgs
Die Welt des Luxus der VW-Betriebsräte, die gern in feinsten Häusern dinierten, war eine künstliche Welt und das gilt auch ein bisschen für den ersten Tag im Prozess gegen Peter Hartz.
Von
Hans Leyendecker
Im Hartz-Prozess kritisiert der Verteidiger des Ex-VW-Betriebsrats Klaus Volkert die Praktiken der Justiz - und sieht "verbotene Vernehmungsmethoden".
Von
Hans Leyendecker
Neuer Name und alles wird gut? Arbeitsministerin Ursula von der Leyen möchte gerne auf die Bezeichnung Hartz IV verzichten - und sie hat auch schon eine Idee.
Von
Thomas Öchsner, Berlin
Bilder
Die Affäre um Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky reiht sich in eine lange Liste prominenter Korruptionsfälle ein. Von Flick über Volkswagen bis Siemens. Ein Überblick in Bildern.
Dem früheren Skoda-Manager Helmuth Schuster wird vorgeworfen, zwei Millionen Euro von einem indischen Bundesstaat kassiert zu haben. Jetzt will ihn Indien vor Gericht bringen. Schuster drohen bis zu sieben Jahre Haft.
Der Kieler FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki zieht in Vaduz die Strippen. Er schlägt eine Amnestie für Treuhänder in Liechtenstein vor - und berät selbst die dortige Regierung.
Von
Hans Leyendecker
Verurteilung der letzten Schlüsselfigur im VW-Skandal: Die Strafe für den ehemaligen Skoda-Personalvorstand Helmuth Schuster fällt milder aus als vorgesehen.
Der Name Landowsky steht in den Köpfen der Menschen für schmutzige Geschäfte - und eine Hauptstadt, die für Generationen ruiniert ist. Doch ganz so einfach ist es nicht. Selbst wenn die beteiligten Banker alle Klischees bedienen.
Ein Kommentar von
Constanze von Bullion
Nirgendwo in der EU steigen Löhne so langsam wie in Deutschland. Außerdem: Der ehemalige VW-Manager Schuster muss vor Gericht - das Wichtigste in Kürze.
Die CSU kümmert sich um die Resozialisierung des verurteilten ehemaligen VW-Vorstands Peter Hartz - der will Arbeitslosen aus der Falle helfen, die seinen Namen trägt.
Von
O. Przybilla
Der Siemens-Skandal hat eine Diskussion über Managerverantwortung angefacht. Die Debatte ist nötig - angesichts der kostspieligen Fehltritte von Managern. Eine Auswahl in Bildern
Gesucht: ein Synonym für den Makel. Ministerin Ursula von der Leyen fahndet nach einer positiven Vokabel für Hartz IV. Der Namensgeber hat bereits resigniert.
Von
Tobias Dorfer
Wird Ex-VW-Betriebsratschef Volkert für seine Beteiligung an der VW-Korruptionsaffäre härter bestraft? Oder ist er zu hart bestraft worden? Der Bundesgerichtshof ringt um eine Entscheidung.
Für die Rettung Opels sind die Mitarbeiter zu einer Vier-Tage-Woche bereit. Die verhinderte bei Volkswagen einst Massenentlassungen.
Von
Paul Katzenberger