Leider ist die Figur des dummen Einbrechers ein Einzelfall: Banden aus Osteuropa betreiben das kriminelle Geschäft professionell, Staatsanwälte kritisieren Mängel bei der Polizeiarbeit. Die Folge: Nur in zwei von hundert angezeigten Fällen wird am Ende ein Täter verurteilt. Der Schaden ist immens - und keineswegs nur finanziell.
Von Roland Preußmehr...
Ohne Experten wären Talkshows unvorstellbar, einige gehören dort fast schon zum Mobiliar. Auch nach 40 Jahren politischem Talk im Fernsehen senden ARD und ZDF nahezu täglich Gesprächsrunden. Auf welchen Experten freuen Sie sich? Wen können Sie nicht mehr sehen? Stimmen Sie ab!
Von Carsten Jankemehr...
Die Aufklärung des Missbrauchsskandals ist gescheitert - und Wissenschaft und katholische Kirche geben sich gegenseitig die Schuld. Forschungsleiter Pfeiffer wirft der Kirche Zensur vor, der Missbrauchsbeauftragte Bischof Ackermann beklagt einen Mangel an Vertrauen. Das Projekt könnte aber dennoch weitergehen.
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Meinung
Die katholische Kirche ist nicht in der Lage, die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in die Hände anderer zu legen. Das zeigt der Ausstieg aus dem Projekt mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut. Aus dem Mut der Verzweiflung im Skandaljahr 2010 ist ein misstrauisch-ängstlicher Blick geworden.
Ein Kommentar von Matthias Drobinskimehr...
Über Jahrzehnte hatte die Kirche das Thema sexuelle Gewalt verdrängt, die Täter geschützt, die Opfer alleine gelassen. Als die Taten an die Öffentlichkeit kamen, gab Kardinal Marx den großen Aufklärer - doch einer unabhängigen Analyse hat er sich in den Weg gestellt.
Von Matthias Drobinskimehr...
Der Streit über das Forschungsprojekt zu Missbrauch in der katholischen Kirche eskaliert immer mehr - und könnte demnächst vor Gericht weitergeführt werden. Der Chef des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen, Christian Pfeiffer, spricht von "Zensurwünschen" der Kirche. Deren Anwalt wiederum wirft Pfeiffer vor, mit forschen Briefwechseln das Verhältnis zerrüttet zu haben.
Von Roland Preuß und Matthias Drobinskimehr...
Bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals ringen Vertreter der Odenwaldschule und der Opfer seit Jahren um Entschädigungen und die Besetzung eines wissenschaftlichen Beirats. Nun könnten sich die Parteien endlich zu einem Kompromiss durchringen.
Von Tanjev Schultzmehr...
Das Problem der internen Ermittler: Politiker und Kriminologen fordern nach dem Prügel-Vorfall in München, dass die Polizei eine unabhängige Einheit schafft, die mögliche Vergehen von Beamten untersucht. Doch das Polizeipräsidium will nicht.
Von Florian Fuchs und Susi Wimmermehr...
Nach dem Prügel-Vorfall in einer Münchner Wache lehnt das Polizeipräsidium externe Ermittler ab. In den USA und in Großbritannien sind solche unabhängigen Stellen längst Alltag. In New York wird nun sogar ein neues Modell der Mediation erprobt.
Von Florian Fuchs und Susi Wimmermehr...
Die katholische Kirche hat es nicht leicht. Ein Sturm der Entrüstung ist über sie hereingebrochen nach den Vorfällen in zwei katholischen Kliniken und bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle. Kardinal Meisner beklagt in einem Brief Katholikenphobie.
Von Matthias Drobinskimehr...
Exklusiv
Akten aller Diözesen sollten untersucht, Missbrauchsopfer und Täter befragt werden, es sollte die weltweit umfassendste Untersuchung zum Thema werden - doch nun ist sie gescheitert: Katholische Bischöfe beenden das Projekt, das sexuelle Übergriffe von Priestern untersuchen sollte. Forschungsdirektor Pfeiffer wirft der Kirche nun unangemessene Zensur- und Kontrollwünsche vor.
Von Roland Preußmehr...
Exklusiv
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sendet nach der gescheiterten Untersuchung sexueller Übergriffe in der katholischen Kirche einen Appell an die Bischöfe. Die FDP-Politikerin nimmt das Kriminologische Forschungsinstitut in Schutz, das der Kirche versuchte Zensur vorwirft. Die Kirchenoberen kontern ihrerseits mit Kritik.
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Das gemeinsame Projekt liegt in Trümmern - und niemand will Schuld daran haben: Katholische Kirche und Forscher streiten sich über die wissenschaftliche Aufarbeitung des Missbrauchsskandals. Die größten Verlierer des Streits stehen jedoch schon fest: die Opfer, die wohl noch viele Jahre auf Antworten warten müssen.
Von Roland Preußmehr...
Gewalt, Drogen, Geheimsprache: Die Russenmafia beherrscht den Drogenhandel in den 42 bayerischen Gefängnissen. Behörden und Justizvollzugsbeamte wissen davon nichts - oder sehen weg. Ein ausgestiegener Drogenboss erzählt, wie es im Knast tatsächlich zugeht.
Von Oliver Hollensteinmehr...
In den Vororten der französischen Hauptstadt brennen Autos, Jugendliche plündern und zerstören, was ihnen in den Weg kommt. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, über den Hintergrund der Krawalle und die Frage, ob es auch in Deutschland soweit kommen könnte.
Ein Interview von Thorsten Denklermehr...
Der Kriminologe Christian Pfeiffer über sexuelle Gewalt in Beziehungen - und Voraussetzungen einer Untersuchungshaft wie im Fall Kachelmann.
Interview: Katarina Lukacmehr...
Mustafa gegen Igor, Igor gegen Max und Max gegen Mehmet. Der Kriminologe Christian Pfeiffer über die Folgen von Gewaltspielen, die Probleme bei der Integration - und was die Aufgabe der Schule sein müsste.
Interview: Thorsten Denklermehr...
Untersuchungen belegen, dass Kinder, die von ihren Eltern geschlagen werden, später häufiger zu Gewalttätern werden als Kinder, die gewaltfrei aufwachsen. In Deutschland ist die Prügelstrafe für Eltern seit 2000 gesetzlich verboten - und auch sonst hat sich in der Erziehung vieles zum Guten gewandelt. Nur für Jungen aus Migrantenfamilien gilt das nicht.
Ein Gastbeitrag von Christian Pfeiffermehr...
Amerikanische Republikaner fallen sich ins Wort, ein bayrischer Politiker fällt beim Thema Steuersenkungen aus allen Wolken und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu fallen bei der Freilassung Gilad Schalits markige Sätze ein.
Die Worte der Woche - in Bildern.mehr...
35 Autos in drei Tagen - noch nie sind in Berlin in so kurzer Zeit so viele Pkw in Flammen aufgegangen. Die Gewalt betrifft inzwischen auch brave Familienkutschen in biederen Stadtvierteln. Was tut die Politik? Während SPD und Grüne es im Wahlkampf mit Appellen versuchen, startet die CDU eine Kampagne - und setzt eine Belohnung für die Ergreifung der Täter aus.
Von Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Schuldenkrise, Atomkatastrophe, Plagiate - Wissenschaftler sind in Funk und Fernsehen so gefragt wie nie. Viele Forscher wollen ihr Wissen öffentlich weitergeben. Doch damit können sie ihren Ruf gefährden.
Ein Gastkommentar von Beatrice Dernbachmehr...
Nur Stunden nachdem der erste Verdächtige im Mordfall Lena festgenommen worden war, kursierten Aufrufe zur Gewalt gegen den Jugendlichen - erst im Netz und später auf der Straße. Die Polizei ermittelt deswegen nun gegen einen Mann aus Ostfriesland.
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Der Fall Emden zeigt, wie aus einem 17-jährigen Mordverdächtigen in kürzester Zeit ein "Killer" und "Monster" werden kann, das "kastriert" und "erschossen" werden soll. Er wirft Fragen auf nach der nötigen Zurückhaltung der Internetnutzer, aber auch nach dem ethischen Umgang der Medien mit Menschen, deren Schuld noch nicht bewiesen ist.
Von Viktoria Großmann und Marc Felix Serraomehr...
Wie man eine Studie ganz falsch auslegt: Familienministerin Schröder hat mächtig Ärger mit ihrem wissenschaftlichen Beirat. In einem Gastbeitrag habe sie Ergebnisse einer Studie zu Zwangsehen komplett umgedeutet - die Forscher toben. Es wäre nicht das erste Mal, dass Schröder wissenschaftliche Studien eigenwillig interpretiert.
Von Thorsten Denkler, Berlinmehr...
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