Transfer von Nachwuchsfußballer Real Madrid verpflichtet neunjährigen Japaner

Takuhiro Nakai ist neun Jahre alt, geht in die vierte Klasse - und spielt demnächst für Real Madrid. Der spanische Klub hat den Jungen mit dem Spitznamen "Pipi" unter Vertrag genommen. Er soll in der E-Jugend auflaufen.

Spaniens Renommierklub Real Madrid hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen und nach der Verpflichtung von 100-Millionen-Mann Gareth Bale, 24, wieder für ein Kuriosum gesorgt. Der Verein des deutschen Fußball-Nationalspielers Sami Khedira, 26, hat einen erst neun Jahre alten Japaner unter Vertrag genommen.

Takuhiro Nakai wechselt von Shaiga Prefecture in die E-Jugend von Real und könnte laut spanischen Medienberichten bereits am kommenden Wochenende sein Debüt für die "Königlichen" feiern. Vertragsdetails wurden nicht bekannt.

Nakai, dessen Spitzname "Pipi" lautet, gilt in seiner Heimat als großes Talent und wird bereits mit Größen wie Shinji Kagawa (Manchester United) und Yuto Nagatomo (Inter Mailand) verglichen. Der Junge geht in die vierte Klasse und hat in Japan für Furore gesorgt, als er in einer TV-Show sein Können zeigte. Im Internet kursieren zahlreiche Video-Schnipsel, in denen der offensive Mittelfeldspieler mit seinen Tricks die Gegenspieler narrt.

Weil die Ablösesummen für Spieler immer mehr in die Höhe gehen, kämpfen die europäischen Top-Klubs mittlerweile immer früher um Talente - in der Hoffnung, dass sich die jungen Spieler zu Stars entwickeln.

Diese "Investitionen" stehen immer wieder in der Kritik, weil die Jungen früh aus ihrem familiären Umfeld und Kulturkreis gerissen werden. Zuletzt hatte der FC Barcelona, Reals großer Rivale, in Takefusa Kubo einen elfjährigen Japaner verpflichtet. Kubo wird bereits als der "japanische Messi" gefeiert.