Bayern-Trainer für umfangreiche Regeländerungen, Michael Schumacher fühlt sich bereit für den Titel, Breno nie mehr für Nürnberg.
Michael Schumacher fühlt sich perfekt vorbereitet für die Rückkehr in die Formel 1 und ist bereit für den Kampf um den Titel. "Ganz eindeutig ja. Dafür trete ich an, und ich bin überzeugt, dass wir in diesem Kampf ein Wort mitreden können", schrieb der Mercedes-Pilot auf seiner Homepage sechs Tage vor dem Saisonstart am Sonntag in Bahrain (13.00 Uhr MEZ/live bei RTL und Sky). Nach 1239 Tagen Pause wird der siebenmalige Weltmeister dann erstmals wieder ins Geschehen eingreifen - und hat sich Titel Nummer acht zum Ziel gesetzt. "Ob wir den Titel dann holen, ist eine andere Frage, wie immer im Sport. Aber unser gesamtes Team freut sich auf diese Herausforderung. Jeder ist extrem motiviert, genau wie ich", sagte Schumacher, der zusammen mit Nico Rosberg (Wiesbaden) im neuen Werksteam von Merceces antritt. Die Stuttgarter hatten im November das Weltmeisterteam von Ross Brawn übernommen und das englische "Superhirn", das Schumacher zu all seinen sieben Titeln geführt hatte, als Teamchef an Bord gehalten.
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Louis van Gaal. (© Foto: Reuters)
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Louis van Gaal, Trainer des FC Bayern München, fordert umfangreiche Reformen im Regelwerk und den Einsatz moderner Technik. "Wir brauchen technische Hilfsmittel. Ich will alles", sagte van Gaal dem kicker. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) hatten sich am Wochenende gegen die Einführung technischer Hilfen entschieden - sehr zum Verdruss van Gaals, der sich zudem am "passiven Abseits" stört. "Wir brauchen klare Regeln. Das muss abgeschafft werden", sagte er. Dass sich der IFAB gegen den vieldiskutierten, aber technisch realisierbaren Chip im Ball aussprach, empörte den Niederländer: "Wir müssen das menschliche Urteil ausschalten, weil es immer subjektiv ist." Torrichter lehnte er deshalb ab. Mit Hilfe einer elektronischen Seitenauslinie könnten zudem Schiedsrichter-Assistenten überflüssig gemacht werden: "Weg mit den Linienrichtern. Die Technik haben wir und können sie auf einen Millimeter einsetzen." Zudem sprach sich der Bayern-Coach für eine Abschaffung des Einwurfs aus: "Das muss ein Einschuss sein." Laut van Gaal würde das Spiel dadurch "attraktiver" werden, denn der Einschuss habe den Effekt eines Freistoßes. Und auch vom Elfmeterschießen hält der Niederländer wenig. Das sei nur eine "Lotterie". Als Gegenmodell bot van Gaal das sogenannte "Gladiatorenspiel" an: "Geht eine Partie in die Verlängerung von zweimal 15 Minuten, wird alle fünf Minuten von jeder Elf ein Mann herausgenommen." Ab der 115. Minute würde dann nur noch sechs gegen sechs gespielt.
Abwehrspieler Breno wird dem 1. FC Nürnberg im Abstiegskampf nicht mehr zur Verfügung stehen. Der von Bayern München an den Club ausgeliehene Brasilianer hat sich beim 3:2-Sieg der Franken gegen Bayer Leverkusen einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss im rechten Knie zugezogen und fällt fünf Monate aus. Das bestätigte neben dem FCN auch Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der zugleich ankündigte, Breno trotz der Verletzung an die Isar zurückzuholen. "Das hat mich natürlich geärgert, aber der Verdacht hat sich bestätigt: Das Kreuzband ist durch", sagte Rummenigge.
Claudia Pechstein hat beim Schweizer Bundesgericht fristgerecht einen Revisionsantrag zur Neuverhandlung ihres Dopingfalles vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas eingereicht. Das bestätigte Pechsteins Manager Ralf Grengel. Kernpunkt des Antrages sind sechs hämatologische Gutachten von Experten aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. Einer Revision kann nur dann stattgegeben werden, wenn die Pechstein-Seite neue Beweismittel präsentiert, die zum Zeitpunkt der Cas-Verhandlung gegen die fünfmalige Olympiasiegerin im November 2009 noch nicht existiert haben. "Wir gehen davon aus, dass uns ein entsprechendes Beweismittel vorliegt", sagte Grengel. Konkrete Angaben machte er nicht. Der Cas hatte am 25. November die durch den Eislauf-Weltverband ISU verhängte Zweijahressperre gegen Pechstein bestätigt. Das dreiköpfige Lausanner Schiesgericht folgte damals der Begründung der ISU, dass die gesetzeswidrige Manipulation des Blutes der Athletin die einzige vernünftige Alternative für die Ursache ihrer abnormalen Blutwerte sei.
Der deutsch-kamerunische Fußballprofi Joel Matip spielt in Zukunft für die Nationalmannschaft Kameruns. Damit blieben die Empfehlungen von Vereinstrainer Felix Magath an den Mittelfeldspieler des Bundesligisten FC Schalke 04 erfolglos, sich über die Nachwuchsmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die deutsche A-Auswahl zu empfehlen. "Ich habe mir diesen Entschluss nicht leicht gemacht, sondern gründlich darüber nachgedacht. Letztendlich war es ein Bauchgefühl, das den Ausschlag gegeben hat", sagte Matip dem RevierSport. Der in Bochum geborene 18 Jahre alte Matip hat die deutsche und kamerunische Staatsbürgerschaft. Am Mittwoch vergangener Woche hatte er im Testspiel gegen Italien (1:1) in Monaco sein Debüt für den afrikanischen WM-Teilnehmer gegeben. "Auch wenn ich mich nicht festgespielt habe, weil es kein Pflichtspiel war, ist die Entscheidung endgültig", sagte Matip. Auf die Einladung von Kameruns Nationaltrainer Paul Le Guen für den Afrika-Cup hatte der angehende Abiturient noch vor zwei Monaten mit einer Absage reagiert. Nun will er sich für die Weltmeisterschaft in Südafrika empfehlen. "Ich hoffe, dass ich dabei bin", sagte Matip.
Ein Fanbus des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom ist am Wochenende von Hooligans des Zweitligisten AC Perugia angegriffen worden. Die Anhänger des Klubs, bei dem der deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger unter Vertrag steht, befanden sich auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel bei Sampdoria Genua (1:2), als die Randalierer mit Stöcken und Eisenstangen auf den Bus losgingen. Mehrere Lazio-Fans wurden verletzt, einer von ihnen wurde mit schweren Verletzungen am linken Auge ins Krankenhaus eingeliefert.
Der Manipulationsskandal im chinesischen Fußball weitet sich auf die Schiedsrichter-Gilde und den Frauen-Bereich aus. Medienberichten zufolge gehören ein früherer WM-Referee, ein FIFA-Unparteiischer, eine Frauen-Schiedsrichterin und ein weiterer Spielleiter zu einer Reihe von Personen, die von der Polizei überraschend zu Verhören abgeführt worden sein sollen. "Es ist für mich keine Überraschung mehr, dass auch Schiedsrichter in den Skandal verwickelt sind. Bei der Dimension der Manipulationen war außerdem auch schon klar, dass der Frauenfußball keine Insel der Unschuld sein konnte", sagte Chinas Verbandschef Wei Di. Der Fußball in China steckt seit Monaten in einer tiefen Krise. Im Zusammenhang mit dem Manipulationsskandal musste sogar schon Verbandschef Nan Yong nach seiner Verhaftung zurücktreten. Außerdem hatte die Polizei innerhalb des vergangenen Vierteljahres insgesamt mehr als 20 weitere Funktionäre, Spieler und Klubmanager wegen des Verdachts der Verwicklung in Spielmanipulationen festgenommen. Zuletzt ist wegen des Skandals der Saisonstart in der chinesischen Profiliga um eine Woche auf den 27. März verschoben worden.
Fünfkampf-Olympiasiegerin Lena Schöneborn hat den Weltcup-Auftakt im mexikanischen Playa del Carmen gewonnen. Die in Berlin lebende und für Bonn startende 23-Jährige siegte mit 5476 Punkten vor der Amerikanerin Margaux Isaksen, die auf 5432 Zähler kam. Dritte wurde Jewdokia Grettschitschnikowa (5408 Punkte) aus Russland. "Ich kann kaum glauben, wie gut ich geschossen habe. Aber das musste ich auch, wenn ich gewinnen wollte. Schließlich hatte ich in Isaksen die schnellste Frau des Modernen Fünfkampfs hinter mir", sagte Schöneborn nach ihrem Triumph. Eva Trautmann aus Darmstadt kam auf Rang 10, die Berlinerin Claudia Knack wurde 12., und Janine Kohlmann aus Neuss belegte den 15. Platz. Bei den Männern war Steffen Gebhardt aus Darmstadt auf dem 15. Rang als bester Deutscher ins Ziel gekommen.
Im Video: Ribery setzt sich Ultimatum - Saisonaus für Breno - Kempter kalt gestellt
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(sid/dpa/hum)
Die technische Aufrüstung, alla Chip im Ball, ist längst überfällig. Ich verstehe überhaupt nicht, warum man das nicht einfach mal mitlaufen lässt und dann erstmal im Nachhinein auswertet wo unterschiedliche Ergebnisse rauskamen. Die Fifa beruft sich wohl immer auf die Tatsachenentscheidung und die potentielle Unterminierung der Schiedsrichter Autorität, aber das ist doch Quatsch.
Bei spielentscheidenden Szenen (Tore, Platzverw. o. ä.) dürfte das eigentlich kein Problem sein.
Gruß Balldieb
...find' ich super! Ich würde aber jedem der Spieler ab der 105. Minute noch Dreizack und Netz in die Hand geben.
Sie sind klasse, van Gaal, Sie pusten wirklich frischen Wind in den deutschen Fußball!
Entweder wir lassen die Luft aus der Fussballblase und es werden wieder die Summen erwirtschaftet, die eigentlich angemessen erscheinen oder wir fangen an, den Fußball zufallsunanfälliger zu gestalten. Ersteres würde mir am besten gefallen, ist aber so realistisch wie erfolgreich praktizierter Kommunismus. Bei den Summen, die den Fußball beeinflussen, müssen meiner Ansicht nach all die Stellen möglichst eingeschränkt werden, die spielentscheidend wirken können...und da gehören eben sich irrende Linienrichter dazu.
Das Gladiatorenspiel finde ich zwar interessant, denke aber, es würde das Wesen des Fussballs schon sehr verändern...auf jeden Fall mehr als technische Hilfsmittel.
Solange die alten Herren das Sagen haben, wird sich nichts ändern.
@Diego666 Och, die Wettmafia kann sich sicher auch in die Kamerasteuerungssoftware hacken. Dann gibts das gewünschte Ergebnis und es kann nicht mal einer was sagen. Spart sich die FIFA eine öffentliche Diskussion und kann sich gleich genüßlich den aktuellen Kontoauszug anschauen...
Gladiatorenspielereien und Einschuß statt Einwurf kann man drüber nachdenken, wenn Fussball an Bedeutung verliert und die Stadien leer bleiben. Sehe ich kein Bedarf. Bei den technischen Hilfsmitteln aber schon. Die Technik ist vorhanden, wurde dank anderer Sportarten, die das schon Jahre im Einsatz haben, getestet. Jetzt schauen wir Fussball demnächst in 3D und der Schiri rotzt immer noch nach Lust und Laune in die Pfeife und entscheidet über Sieg und Niederlage????
Ich finde es gut, dass van Gaal hier (hoffentlich) eine fruchtbare Diskussion anstößt - und das genau zum richtigen Zeitpunkt nach der zwar nicht sonderlich überraschenden, dennoch nahezu skandalösen Nein-nein-und-nochmal-nein-Entscheidung des International Board.
Zu van Gaals Vorschlägen:
Chip im Ball bzw. Torkamera: Da sind sich glaube ich ohnehin alle einig.
Van Gaal hat Recht: Das passive Abseits ist Blödsinn. Weg damit! Der Fußball braucht klare Regeln.
Linienrichter, die immer häufiger Mist entscheiden? Darauf können wir verzichten!
Abseitsentscheidungen mit Videotechnik? Scheint ja doch kurz und schmerzlos möglich zu sein. Worauf warten wir?
Einschuss? Da vergeht zuviel Zeit (evtl. Mauer stellen), bis er ausgeführt wird. Ich plädiere stattdessen für einen Freestyle-Einwurf (soll heißen: Man kenn einwerfen, wie man will - mit zwei Händen, mit einer Hand, über Kopf oder seitlich wie der Torhüter beim Abwurf).
Gladiatorenspiel? Klingt interessant, müsste man aber erst ausprobieren. Das Elfmeterschießen nach 120 Minuten. würde ich trotzdem beibehalten, anstelle des von van Gaal vorgeschlagenen Golden Goal.
Ansonsten schlage ich noch vor: Abschaffung des Unentschiedens, sowohl als Endergebnis als auch als Zwischenstand.
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