Sammer über Konkurrenten "Wird denn woanders auch akribisch trainiert?"

Matthias Sammer: Eigene Definition der bayerischen Dominanz

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Matthias Sammer wehrt sich gegen die Kritik, der FC Bayern sorge mit seiner Dominanz für Langeweile in der Bundesliga. Mit einigen Spitzen gegen die Konkurrenz: "Wir sollten eher eine Diskussion führen, warum andere Vereine vielleicht nicht so gut sind im Moment."

Sportvorstand Matthias Sammer von Bayern München hat sich in der laufenden Diskussion um die erdrückende Dominanz des Rekordmeisters einige Spitzen gegen die schwächelnde Konkurrenz erlaubt. "Vielleicht sind wir von der Qualität, aber auch von der Mentalität im Moment anderen überlegen. Und vielleicht ist das die Message nach draußen: Wird denn woanders auch jeden Tag akribisch trainiert, als würde es kein Morgen geben? Das tägliche Training, die tägliche Ansprache ist das Produkt einer Entwicklung. Und die hat der eine oder andere Klub in Deutschland nicht", sagte Sammer dem Fernsehsender Sport1.

Sammer nannte das Klagen anderer Bundesligisten über den übermächtigen FC Bayern "ein bisschen absurd. Wir sollten eher eine Diskussion führen, warum andere Vereine vielleicht nicht so gut sind im Moment". Die Münchner, die bereits in der vergangenen Saison überlegen deutscher Meister wurden, führen die Liga nach 23 Spieltagen mit 20 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund an.

Sammer wies außerdem Berichte zurück, wonach es beim Rekordmeister eine interne Entscheidung gegeben habe, nach Mario Götze und Robert Lewandowski keinen Profi aus Dortmund mehr zu verpflichten. "Diesen Beschluss gibt es nicht. Es gibt überhaupt keine Tabus. Wenn es Bayern München gut tut, müssen wir das auch in Zukunft tun. Das ist eine klare Botschaft", sagte er.