Internationaler Fußball Paolo Guerrero wegen Dopings für ein Jahr gesperrt

Fußballnationalspieler Paolo Guerrero nimmt am 08.10.2017 in Lima.

(Foto: dpa)

Der Ex-Spieler des FC Bayern und des HSV wird damit die Fußball-Weltmeisterschaft mit Peru verpassen. Biathlet Schempp wird in Hochfilzen Vierter.

Fußball, Doping: Der Fußball-Weltverband Fifa hat den peruanischen Nationalspieler Paolo Guerrero wegen Dopings für ein Jahr gesperrt. Bei dem früheren Profi des FC Bayern München und des Hamburger SV sei bei einer Kontrolle die Substanz Benzoilecgonin festgestellt worden, die auch in Kokain enthalten sei, teilte die Fifa am Freitag mit.

Damit verpasst der 33 Jahre alte Kapitän der Nationalelf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Peru hatte sich erstmals seit 1982 für eine WM qualifiziert. Der Angreifer war am 5. Oktober bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel zwischen Argentinien und Peru positiv getestet worden. Die Fifa sperrte ihn daraufhin in einer vorläufigen Entscheidung für zunächst 30 Tage. Die jetzt verhängte Sperre gelte für Spiele auf allen Ebenen, auch für Freundschaftsspiele, betonte der Weltverband.

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Guerreros Anwalt hatte das Testergebnis als unerklärlich eingestuft. Die bei dem Ex-Bundesliga-Profi entdeckte Substanz sei in Koka-Tee enthalten. Der Genuss von Tee mit Kokablättern und das Kauen der Blätter hätten in den Anden eine lange Tradition, hatte der Anwalt Bichara Neto gesagt. Zugleich wies er aber darauf hin, dass Guerrero gar keinen Koka-Tee getrunken, aber Medikamente wegen einer Grippe eingenommen habe.

Fußball, Spanien: Real Madrids Daniel Carvajal fehlt dem Titelverteidiger im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) sperrte den 25-jährigen Außenverteidiger für ein weiteres Spiel, nachdem Carvajal am vorletzten Gruppenspieltag gegen Apoel Nikosia (6:0) seine dritte gelbe Karte im laufenden Wettbewerb provoziert hatte.

Carvajal war in Nikosia Sekunden vor dem Abpfiff verwarnt worden, weil er sich bei der Ausführung eines Einwurfes 21 Sekunden Zeit gelassen hatte. Mit der gelben Karte wollte er offensichtlich bewirken, in der sportlich unbedeutenden Partie gegen Borussia Dortmund (3:2) auszusetzen und in der K.o.-Runde zurückzukehren. Dieser Plan ging nicht auf. Er fehlt nun auch im Achtelfinal-Hinspiel.

Biathlon, Hochfilzen: Massenstart-Weltmeister Simon Schempp hat zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Hochfilzen seinen ersten Podestplatz im Olympia-Winter knapp verpasst. Als bester Deutscher landete der 29-Jährige aus Uhingen im Sprint mit einem Schießfehler auf Platz vier. Seinen zweiten Saisonsieg feierte der Norweger Johannes Thingnes Bö vor Martin Fourcade aus Frankreich und dem ebenfalls fehlerfreien Jakov Fak aus Slowenien. Schempp verpasste am Freitag den Sprung auf das Podium um nur 11,2 Sekunden.Zweitbester Deutscher über zehn Kilometer wurde der frühere Weltmeister Arnd Peiffer (0) auf Rang sechs. Damit erfüllte er die Norm für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Erik Lesser (1) schaffte es eine Woche nach seinem dritten Platz im Sprint von Östersund auf Rang acht. Philipp Nawrath (0) lieferte als Neunter sein bestes Weltcupresultat ab, Johannes Kühn (3) musste sich als 24. zufrieden geben.

Fußball, Brasilien: Nach einem Jahr Ruhestand kehrt der frühere Bundesligaprofi Lucio in den Profifußball zurück. In seiner Heimatstadt Brasilia, wo seine Karriere vor zwei Jahrzehnten begonnen hatte, wird der 39-Jährige ab Januar für SE Gama in der regionalen Meisterschaft der brasilianischen Hauptstadt auflaufen. Zuletzt spielte der Weltmeister von 2002 Ende 2016 in der indischen Liga für den FC Goa.

"Gama hat mir zu Karrierebeginn sehr geholfen. Nach 20 Jahren wieder das Trikot des Klubs zu tragen, ist eine große Freude und eine neue Herausforderung für mich", erklärte Lucio, der seine Gehälter von einem Privatsponsor im Gegenzug für Werbemaßnahmen bezahlt bekommt. In der Bundesliga war Lucio bei Bayer Leverkusen sowie bei Bayern München aktiv. In seiner Zeit in München gewann der 107-fache Nationalteamspieler dreimal das Double aus Pokal und Meisterschaft.

Uefa, EM 2022: Die belgische Hauptstadt Brüssel wird kein Spielort bei der EM 2020. Das entschied das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA am Donnerstag in Nyon einstimmig. Als Ersatz bekam das Wembley-Stadion den Zuschlag, in London werden nun sieben statt der bislang geplanten drei Spiele stattfinden.In Belgien sollten eigentlich drei Gruppenspiele und ein Achtelfinale ausgetragen werden. Diese Begegnungen werden nun in Wembley gespielt. Dazu gehen in London die Halbfinals und das Finale (12. Juli) der EM, die nun in nur zwölf Städten Europas (darunter München) stattfinden wird, über die Bühne.

Aufgrund ständiger Verzögerungen beim Bau des neuen, rund 300 Millionen Euro teuren Stadions in Brüssel hatte die UEFA eine Frist bis zum 20. November gesetzt - bis dahin mussten alle nötigen Baugenehmigungen nach Nyon geschickt werden. Zwar sind dem Vernehmen nach Unterlagen eingereicht worden, mit der Aufnahme als Spielort für die erste paneuropäische EURO wurde es dennoch nichts.Das Grundproblem des Großprojektes auf dem Parkplatz des Brüsseler EXPO-Geländes ist ein Konflikt mit der Gemeinde Grimbergen in der Provinz Flämisch-Brabant, der ein Teil des geplanten Stadion-Areals gehört. Die Flamen und die Wallonen sind in Belgien seit dem 19. Jahrhundert in tiefster Abneigung miteinander verbunden.

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