Posse um zlatan.fr Zwölf Prüfungen für Ibrahimovic

Zu spät bei der Wahl seiner Wunschdomain: Zlatan Ibrahimovic.

(Foto: dpa)

Die Idee ist banal - und furchtbar lustig: Ein Fußballfan hat Zlatan Ibrahimovic eine Website weggeschnappt. Nun stellt er Forderungen, damit der Schwede die Seite zurückbekommt. Ibrahimovic soll bei ihm einziehen, ihn im Taekwondo besiegen - oder einfach nur ein Oben-ohne-Foto signieren.

Von Carsten Eberts

Dies ist eine banale, jedoch vor allem lustige Geschichte. Niemand kommt darin zu Schaden, in wenigen Wochen wird sie vergessen sein. Die Figurenkonstellation ist darüber hinaus ziemlich klassisch, David gegen Goliath: Ein kleiner Fußballfan fordert sein großes Idol heraus.

Richtig spannend wird die Geschichte, wenn man erfährt, um welchen Fußballer es sich handelt. Es ist die überheblichste und damit spannendste Figur, die derzeit auf zwei Fußballerbeinen herumläuft. Die andere Leute gerne brüskiert, die von sich selbst oft nur in der dritten Person spricht. Es ist Zlatan Ibrahimovic.

Ein Fan von Paris Saint-Germain hat im Internet eine Webdomain erstanden. Dies ist ein gewöhnlicher Vorgang, es passiert womöglich jeden Tag. Die Domain lautet: zlatan.fr. In Schweden wäre dem Stürmer dergleichen womöglich nicht passiert, dort hat er sich seinen vollen Namen in einem frühen Karrierestadium beim Patentamt schützen lassen.

"Hallo Zlatan, ich hoffe, es geht dir gut", wendet sich der PSG-Fan auf zlatan.fr an den prominentesten Spieler seines Klubs. Er habe sich gewundert, dass die Domain noch zu haben sei. Schließlich kickt Ibrahimovic schon seit einigen Monaten in Paris - und es gehört zum Standardwissen der Betriebswirtschaft, dass eine große internationale Marke, wenn sie ein neues Land betritt, sich zunächst alle wichtigen (noch verfügbaren) Webseiten sichert.

Ibrahimovic tat dies nicht. Jetzt würde er dies gerne nachholen - und der Fan machte sich einen Spaß daraus. Leider bleibt er bislang anonym. Dabei würde man ihm so gerne so viele Fragen stellen. Vielleicht sogar gratulieren.

Der PSG-Fan wendet sich zunächst mit einem einleitenden Text an sein Idol. Er habe die Seite eigentlich nur gekauft, bevor irgendein Schuft Schabernack mit Zlatans gutem Namen betreibt, schreibt er. Und der Schwede habe sogar richtig Glück gehabt: Der Fan ist gewillt, sie ihm zurückzugeben. Ibrahimovic müsse lediglich eine seiner zwölf Forderungen erfüllen.