CYCLING-TOUR DE FRANCE-1930
Von Christopher Köster

Um kein anderes Radrennen ranken sich so viele Mythen: In diesem Jahr startet die 100. Auflage der Tour de France.Triumphe, Tragödien, Kuriositäten und haarsträubende Betrügereien  - die Geschichte des berühmtesten Radrennens der Welt.

22 Stunden Quälerei: Im Jahr 1910 stehen zum ersten Mal Hochgebirgsetappen auf dem Programm der Tour de France. Eine wahnwitzige Idee, denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts gibt es weder Gangschaltungen an den Rädern, noch befestigte Straßen in den Pyrenäen. Doch die härteste Rundfahrt der Welt soll ihrem Namen gerecht werden. So führt die erste richtige Bergetappe der Tour über vier extreme Anstiege - Peyresourde, Aspin, Tourmalet und Aubisque - durch Geröllwusten und schneebedeckte Landschaften über insgesamt 326 (!) Kilometer nach Bayonne. Etappensieger Octave Lapize fährt als Zweiter über den finalen Pass und schreit den Verantwortlichen zu: "Ihr seid alle Mörder. Jawohl: Mörder!". Zuletzt erreicht ein gewisser Georges Chauvry das Ziel in Bayonne - nach 22 Stunden Quälerei.

Bild: AFP

28. Juni 2013, 16:17 2013-06-28 16:17:14  © SZ.de/ckr/jbe/rus

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