Hannover 96 kann noch gewinnen: Gegen anfangs erschreckend harmlose Nürnberger siegt Hannover durch einen Treffer von Mohammed Abdellaoue 1:0 und holt den ersten Dreier seit acht Spielen. Ein Stürmer von Manchester United verfolgt die Partie im Stadion - wenig später gibt Hannover seinen Wechsel bekannt.

Für die Verhältnisse von Hannover 96 war es fast schon eine furchterregende Serie: Ausgerechnet 96 Tage ohne Bundesliga-Sieg, acht Spiele in Serie konnte der Europa-League-Teilnehmer nicht gewinnen. Welch Glück, dass am Freitagabend der harmlose 1. FC Nürnberg nach Hannover kam. Das Team von Trainer Mirko Slomka gewann zum Auftakt des 19. Spieltags verdient 1:0 (1:0).

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Erzielte das Tor des Tages: Hannovers Mohammed Abdellaoue (rechts). (© dapd)

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Das zehnte Saisontor von Top-Stürmer Mohammed Abdellaoue (18. Minute) festigte vor 35.400 Zuschauern den siebten Tabellenplatz der Niedersachsen. Dagegen erlitten die in der Offensive harmlosen und in der Abwehr anfälligen Nürnberger wieder einen Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg. Ihre beste Chance hatten die Gäste erst zwei Minuten vor Schluss, als Daniel Didavi knapp den Ausgleich verpasste.

"Wir haben das Spiel verdient verloren", sagte Nürnbergs Keeper Rafael Schäfer, "bis zum Tor war es ansehnlich, aber der entscheidende Zug zum Tor hat gefehlt." Hannovers Trainer Mirko Slomka erklärte: "Wir hatten viele gute Möglichkeiten und hätten das Spiel früher für uns entscheiden müssen."

Mit der Rückkehr von Torjäger Jan Schlaudraff und Sergio Pinto kam wieder der zuletzt so häufig vermisste Schwung in die Angriffsaktionen der Hannoveraner. Vor allem weil Pinto auftrumpfte, wirbelten die 96er vor der Pause fast wie zu ihren besten Zeiten. Allerdings machte es der Gegner der Slomka-Elf leicht.

Bei empfindlicher Kälte kamen die Gastgeber als erste auf Temperatur und stellten zunächst die klar spielbestimmende Mannschaft. Abdellaoue (7.) nach Eckball von Lars Stindl und Pinto (9.), dessen 30 Meter-Schuss "Club"-Torhüter Raphael Schäfer mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken konnte, besaßen frühe Möglichkeiten, ihr Team gegen passive Gäste in Front zu bringen.

Das hoch verdiente 1:0 gelang schließlich Abdellaoue, der sich von Dominic Maroh löste und Stindls Flanke volley zu seinem 10. Saisontor verwertete. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel verhinderte Schäfer mit seiner Fußabwehr gegen Schlaudraff das drohende zweite Gegentor. Auf der Gegenseite war 96-Keeper Ron-Robert Zieler nur damit beschäftigt, Flanken abzufangen und Rückgaben aufzunehmen - einen Nürnberger Torschuss musste er 45 Minuten lang nicht parieren.

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