Hannover 96 Lars Stindl sperrt sich selbst

So funktioniert Fairplay: Lars Stindl von Hannover 96 macht den DFB auf einen Fehler in der Statistik aufmerksam und handelt sich so eine Sperre für das kommende Bundesligaspiel ein. Dem DFB war eine gelbe Karte des Mittelfeldspielers durchgerutscht.

Fairer Zug von Lars Stindl, Hannover 96.

(Foto: AFP)

Mitten in die Debatte um Faiplay im Fußball hat Lars Stindl von Hannover 96 ein bemerkenswertes Zeichen gesetzt. Der Profi machte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf eine fehlende gelbe Karte aufmerksam - und sperrte sich damit selbst für das kommende Spiel gegen Fürth.

Offiziell wird der Mittelfeldspieler derzeit mit vier gelben Karten geführt, obwohl er schon fünf gesehen hat. "Warum sollen wir da etwas verheimlichen? Für mich ist das kein großer Akt", sagte Stindl auf der Klub-Homepage. Am 8. Spieltag im Spiel bei Eintracht Frankfurt (1:3) hatte Stindl eine gelbe Karte gesehen, die nicht im Spielberichtsbogen vermerkt wurde.

"Lars hat uns direkt nach dem Spiel in München auf die fünfte gelbe Karte hingewiesen. Ich hatte die Karte aus dem Frankfurt-Spiel auch nicht mehr auf den Zettel, aber die Fernsehbilder zeigen das eindeutig, und wir haben das entsprechend sofort mit dem DFB kommuniziert", sagte Trainer Mirko Slomka.

Der Trainer erklärte weiter: "Lars ist ein extrem fairer Sportsmann. Ich finde es große Klasse, dass er wie selbstverständlich auf diesen Umstand hingewiesen hat."

Der 24-Jährige ist damit am Dienstag im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (20:00 Uhr) gesperrt.