Fußball-Bundesliga Freiburg trennt sich von Sportdirektor Dufner

Aus in Freiburg: Sportdirektor Dirk Dufner (Archivbild).

(Foto: dpa)

Dufner spricht von einer "fairen" Trennung. Luis Suárez vom FC Liverpool entschuldigt sich für seine Beiß-Attacke, Werder Bremen setzt weiter auf Trainer Thomas Schaaf. Tennisprofi Daniel Brands erreicht beim ATP-Turnier in Bukarest das Achtelfinale.

Sportnachrichten in Kürze

Bundesliga, SC Freiburg: Fußball-Bundesligist SC Freiburg, der in den vergangenen Tagen alle Meldungen über ein Zerwürfnis zwischen Trainer Christian Streich und Sportdirektor Dirk Dufner vehement dementiert hatte, hat sich nun doch von Dufner getrennt. Der Weg des 45-Jährigen zum Ligarivalen Hannover 96, wo Dufner die Nachfolge von Jörg Schmadtke antreten soll, scheint damit frei. "Wir haben uns ganz fair getrennt. Es war vorbildlich. Ich kann hier ruhigen Gewissens gehen. Jetzt ist Zeit für etwas Neues", sagte Dufner, dessen Vertrag ursprünglich bis zum Ende der kommende Saison lief, der Bild.

Weder Dufner, der seit 2007 beim SC arbeitete, noch Präsident Fritz Keller wollten sich am Montagnachmittag weitergehend äußern. Der Klub verwies auf eine Vorstandssitzung am Abend, nach der weitere Details verkündet werden sollten. Das Verhältnis zwischen Streich und Dufner hatte in den vergangenen Wochen gelitten, weil Spieler wie Max Kruse (Borussia Mönchengladbach) und Jan Rosenthal (Eintracht Frankfurt) den Verein sicher verlassen und andere Profis wie Daniel Caligiuri, Johannes Flum sowie Julian Schuster offenbar ebenfalls vor dem Abgang stehen. Dufner, von Beruf Anwalt, hatte in der Vergangenheit Angebote von Eintracht Frankfurt und Werder Bremen abgelehnt. Nun scheint der Manager, der vor seiner Zeit in Freiburg beim VfB Stuttgart und 1860 München tätig war, nach sechs Jahren in Freiburg nach Hannover zu wechseln.

Tennis, Daniel Brands: Tennisprofi Daniel Brands (Deggendorf) hat beim ATP-Turnier in Bukarest das Achtelfinale erreicht. Die Nummer 67 der Welt setzte sich am Montag gegen den 43 Positionen schlechter gelisteten Tatsuma Ito mit 6:3, 6:4 durch. Im ersten Tour-Duell mit dem Japaner verwandelte Brands nach 1:05 Stunden seinen ersten Matchball. In der Runde der letzten 16 trifft Brands nun auf den an Nummer sechs gesetzten Italiener Fabio Fognini oder Gael Monfils aus Frankreich. Neben Brands stehen in Florian Mayer (Bayreuth/Nr. 5), Tobias Kamke (Lübeck) und Matthias Bachinger (München) drei weitere Deutsche im Hauptfeld der mit gut 400.000 Euro dotierten Sandplatzveranstaltung. Bachinger schaffte am Montag durch ein 6:4, 6:2 gegen Florent Serra (Frankreich) über die Qualifikation den Sprung ins 32er-Feld.

Fußball in England: Fußball-Profi Luis Suárez vom englischen Erstligisten FC Liverpool hat sich für seine Beiß-Attacke auf Chelsea-Verteidiger Branislav Ivanovic am Sonntag entschuldigt. "Ich bin traurig über das, was passiert ist. Ich bitte Ivanovic und den gesamten Fußball für mein unverzeihliches Verhalten um Vergebung. Es tut mir so leid", schrieb Suarez auf seinem Twitter-Profil. Im Sonntagsspiel gegen den FC Chelsea (2:2) erlaubte sich der 26-Jährige einen schweren Aussetzer, als er in der 65. Minute nach einem Zweikampf seinen Gegenspieler Ivanovic in den rechten Unterarm biss. "Dieses Verhalten ist eines Spielers, der das Trikot des FC Liverpool trägt, nicht würdig. Wir werden das Thema intern behandeln und warten auf eine Reaktion der FA", sagte Sportdirektor Ian Ayre.

Vom Verein wurde Suárez am Montag mit einer Geldstrafe in unbekannter Höhe belegt, der Angreifer will die Summe an die Hinterbliebenen der Opfer der Hillsborough-Katastrophe von 1989 spenden. "Ich habe den Klub darum gebeten", sagte Suárez, dem vom englischen Verband zudem eine Sperre droht. Suárez hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder für Ärger gesorgt. Ende 2011 wurde der Nationalspieler Uruguays wegen rassistischer Beleidigungen gegen Patrick Evra von Manchester United für acht Spiele gesperrt.

Bundesliga, Werder Bremen: Das Trainerdenkmal bröckelt, wird nach neun sieglosen Spielen in Serie aber noch einmal gestützt. Werder Bremen hält an der Trainerinstitution Thomas Schaaf fest. Vorerst zumindest bis zum Auswärtsspiel am Wochenende bei Bayer Leverkusen. "Thomas Schaaf sitzt in Leverkusen auf der Bank", bestätigten Clubchef Klaus Filbry und Sport-Geschäftsführer Thomas Eichin am Montag. Dies ist offenbar das Ergebnis gleich mehrerer Krisensitzungen am Wochenende nach dem als Desaster empfundenen 0:3 gegen Wolfsburg. "Wir haben am Samstagabend mit Thomas zusammen gesessen. Gestern auch, heute auch. Wir haben die Situation analysiert. Auch wie wir uns für das Leverkusen-Spiel am besten präparieren", berichtete der genervt wirkende Eichin.

Der spielerische Offenbarungseid gegen Wolfsburg hatte die Abstiegssorgen zwar nicht vergrößert - der Abstand auf den Relegationsrang beträgt immer noch fünf Punkte - wohl aber die Krise verschärft und die Stimmung verschlechtert. Auffallend gereizt beantworteten Eichin und Filbry die Fragen zu Schaafs Zukunft. Nicht wenige sehen Schaaf nach knapp 14 Jahren als Bremer Chefcoach am Ende. Spätestens nach einer weiteren Pleite in Leverkusen und wenn die Konkurrenz den Abstand verringert. Dies wies Eichin indes zurück. Von einem "Ultimatum" könne keine Rede sein. "Wir sind sicher, dass wir mit Thomas Schaaf am besten aus dieser Situation heraus kommen. Ich bin sicher, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen wird."