Formel 1 in Brasilien Schumacher abgeschlagen

Alonso, der schon fast auf einen Ausfall Vettels hoffen muss, ging mit dem schlechten Ergebnis im Qualifying ganz locker um. "Es ist für mich keine Überraschung, wie es gelaufen ist. An meiner Ausgangslage hat sich absolut nichts geändert. Ich habe nichts zu verlieren, ich kann nur alles gewinnen", sagte der Spanier. Er profitierte am Abend noch von einer Strafe gegen Williams-Pilot Pastor Maldonado. Der Vernezolaner muss am Sonntag zehn Plätze weiter hinten starten. Die Rennkommissare bestraften ihn, weil er in der Qualifikation nach seiner Runde nicht an der Waage gehalten hatte. Maldonado fiel vom sechsten auf den 16. Platz zurück.

Sollte Vettel ohne Punkte bleiben, müsste Alonso schon Dritter werden, um doch noch seinen dritten WM-Titel nach 2005 und 2006 zu erobern. "Verteidigen bringt nichts. Sebastian darf nicht taktieren, er muss auf Angriff fahren", erklärte der dreimalige Weltmeister Niki Lauda. Sein RTL-Kollege Christian Danner macht sich keine Sorgen: "Ich tippe auf Vettel, der schafft das schon."

Mit einer Enttäuschung endete für Michael Schumacher das letzte Qualifying seiner Karriere. Der 43-Jährige steht im Abschiedsrennen nur auf dem 14. Startplatz. Damit wird es für den Mercedes-Piloten wohl nichts mehr mit dem versöhnlichen Abschluss. Nur ein einziger Podestplatz (Dritter in Valencia 2012) ist dem Rekordweltmeister in den drei Jahren seit seinem Comeback gelungen. Im nächsten Jahr sitzt Hamilton in Schumachers Silberpfeil.

Nicht viel besser erging es dem Teamkollegen Nico Rosberg, der auf Position zehn landete. Mercedes-Sportchef Norbert Haug wollte aber keine Prognose für das Rennen abgeben: "Für Sonntag ist Regen vorhergesagt und dann kann sich vieles an der heutigen Rangfolge verändern." Zweitbester Deutscher war Force-India-Pilot Nico Hülkenberg auf Rang sieben. Deutsches Schlusslicht ist auch im letzten Rennen des Jahres Timo Glock, der im Marussia nicht über Rang 21 hinauskam.

Williams-Pilot Pastor Maldonado muss beim Großen Preis von Brasilien am Sonntag zehn Plätze weiter hinten starten. Die Rennkommissare bestraften den Venezolaner, weil er in der Qualifikation am Samstag in Sao Paulo nach seiner Runde nicht an der Waage gehalten hatte. Dies ist ein Verstoß gegen Artikel 26 der Formel-1-Sportregeln des Internationalen Automobilverbandes. Wie neun andere Fahrer profitiert Fernando Alonso davon und rückt um einen Startplatz vor. Der Verfolger von WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel hatte den achten Platz belegt, kann nun aber von Position sieben starten. Für Vettel ändert sich nichts, weil er in der Qualifikation den vierten Rang erreicht hatte. Maldonado fällt dagegen vom sechsten auf den 16. Platz zurück.