Die Bayern-Bosse Hoeneß und Beckenbauer machen van Gaal deutlich: Ihre Geduld ist am Ende. Bei einer Niederlage gegen Leverkusen muss der Trainer wohl gehen.
Die Aufregung ist recht groß gewesen zuletzt, als Philipp Lahm öffentlich eine fundamentale Kritik an der strukturellen Vorgehensweise seines Arbeitgebers vortrug, des FC Bayern. Lahm, der am Mittwoch die Kapitänsbinde der Nationalelf trug, wurde von der Münchner Vorstandschaft auch deshalb heftig attackiert, weil er sich "vor so einem wichtigen Spiel" mitgeteilt habe, gemeint war das Ligaduell mit Schalke.
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Louis van Gaal muss am Sonntag gegen Leverkusen gewinnen, ansonsten droht die Entlassung. (© Foto: AFP)
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Offenbar wäre das Gastspiel von Tabellenführer Leverkusen ein besserer Zeitpunkt gewesen für Lahms "Hilferuf" (wie es der im Grundsatz verständnisvolle Klubchef Beckenbauer nannte). Denn wenige Tage vor diesem wegweisenden Spiel ist Manager Uli Hoeneß mit einer Fundamentalkritik am Vorgehen seines leitenden Angestellten in die Öffentlichkeit gegangen: Trainer van Gaal.
Es ist schwer zu durchschauen, ob Hoeneß seine Äußerungen als gutgemeinten Ratschlag an van Gaal versteht oder eher aus Kalkül platziert. Unbestritten ist jedoch das Resultat, und unter dem Strich bleibt festzustellen, dass Louis van Gaal schon bald nicht mehr Trainer des FCBayern sein könnte; denn untergraben ist nun die Autorität eines Trainers, der an sich selbst neben seiner Fachkompetenz vor allem seine Autorität schätzt.
Der Klub sieht sich offenbar nicht mehr imstande, in die am Freitag kommender Woche anstehende Hauptversammlung zu gehen, ohne sich in der Frage des umstrittenen Fußballlehrers klar positioniert zu haben. Die neuen Sponsorenverträge sind irgendwann einmal als Antrittsgeschenk des künftigen Präsidenten und Aufsichtsratschefs Hoeneß gedacht gewesen. Nun könnte die Demission eines glücklosen Trainers der Befriedung einer Versammlung dienen, in welcher mit dem Stabwechsel von Beckenbauer auf Hoeneß ein unruhiger Verlauf blühen könnte - wenn am Sonntag nicht der gute Freund Jupp Heynckes und dessen Bayer-Elf besiegt wird.
Eine fehlende Spielphilosophie hat Philipp Lahm vor zwei Wochen angemahnt, und er sprach sich für Geduld mit dem Trainer aus. Doch jetzt, da Hoeneß dem Trainer in der Zeitung Verhaltensempfehlungen gab, ist klar: Es gibt diese Geduld nicht mehr.
Es ist ja erst sieben Monate her, dass die Bayern dem damals entlassenen Trainer Klinsmann hinterherriefen, nun werde ein Fußballlehrer kommen. Diesem Lehrer, dessen sperrige Art seit 20 Jahren in der Welt bekannt ist, erklären sie jetzt, wie Fußball geht. Öffentlich. Leverkusen ist für van Gaal ein Endspiel.
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(SZ vom 20.11.2009)
Griechenland in der Schuldenkrise
Endspiel ? Warum nicht,wenn der Verein so Spielt wie sein Vorstand,dann Spielen sie in der naechsten Saison im Gruenwaldstadion gegen die 1860 ger,dann mal zu !
----"......Herr Hoeneß und Herr Rummenigge, die beiden sind einfach nur 'ekelig'..."----
Zunächst, Tadeusz, setzen Sie sich mal gerade hin!
Und dann lassen Sie sich gesagt sein: Wenn Sie nochmal so respektlos gegen den Vorstand - nein, nicht irgend eines x- beliebigen Vereins, sondern des Fußballclubs Bayern München AG zu Werke gehen, schicke ich Sie für 6 Monate zu Herrn van Gaals Kurs 'Respekt kann man erzwingen'!
Sie schrieben
"E30:
Wenn van Gaal demnächst gehen muss (wovon ich ausgehe), könnten die Bayern doch "unseren guten alten Freund" Udo Lattek als Trainer anheuern. "
DAS ist zwar ein gute, aber keine vorzügliche Idee!
Mein Vorschlag dagegen ist vorzüglich:
Der mit Lattek etwa gleichalterige "KAISER Frannz"
über nimmt das Training seiner Bayern - und der Müller 1. wird reaktiviert zum Toreschiessen:
Die Finanzierung sollte, trotz der extrem hohen Preise des Franz kein Problem sein:
Die Bayern verkaufen einfach beide Mittelstürmer, den italienischen und den spanischen!
...Herr Hoeneß und Herr Rummenigge, die beiden sind einfach nur 'ekelig'.
Wie oft mag Herr Hoeneß wohl diese Woche mit "seinem guten Freund" Heynckes telefoniert haben? ;-)
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