FC Bayern Heynckes will kürzeres Trainingslager in Katar

Jupp Heynckes: Eigene Vorstellungen über die Wintervorbereitung

(Foto: AFP)
  • Jupp Heynckes möchte im Winter nicht zehn Tage im Trainingslager von Katar verbringen.
  • "Ich weiß, dass der Verein Verpflichtungen gegenüber Katar hat, aber das wird dann so gemacht, wie ich mir das vorstelle", sagt er.
  • Die sportlichen Pläne hängen auch vom Abschneiden im DFB-Pokal ab.

Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes will beim Wintertrainingslager in Katar nur bedingt Rücksicht auf wirtschaftliche Interessen des deutschen Fußball-Rekordmeisters nehmen. "Es wird ein Trainingslager geben, aber nicht mehr zehn Tage", sagte Heynckes vor der Partie gegen den Hamburger SV am Samstag (18:30 Uhr/ Sky) und stellte klar: "Ich weiß, dass der Verein Verpflichtungen gegenüber Katar hat, aber das wird dann so gemacht, wie ich mir das vorstelle."

Die Thematik werde er mit den Verantwortlichen um Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch genau besprechen. Die Dauer der Vorbereitung hänge, so Heynckes, auch vom Spiel im DFB-Pokal gegen RB Leipzig am Mittwoch (20:45 Uhr/ARD und Sky) ab. "Ich habe zwei Szenarien: Einmal, wenn wir weiterkommen und einmal, wenn wir ausscheiden sollten", erklärte Heynckes. Wie viele Tage in Katar er in den beiden genannten Fällen einplant, verriet der Triple-Trainer aber nicht.

Sollten die Bayern weiterkommen, stünde für sie am 19./20. Dezember noch das Pokal-Achtelfinale auf dem Programm. Die Bundesliga-Hinrunde endet am Wochenende davor. Heynckes schloss aus, dass die Bayern-Profis womöglich schon den Jahreswechsel in Doha verbringen müssten. Im Gespräch ist ein Trainingscamp von fünf bis sechs Tagen auf der Anlage der Aspire Academy. Bereits seit 2011 reisen die Bayern in der Winterpause in das umstrittene Wüsten-Emirat, um sich dort auf die Rückrunde vorzubereiten. Im Januar 2016 hatte der deutsche Rekordmeister mit dem Hauptstadtflughafen Doha Airport einen langfristigen Sponsorenvertrag abgeschlossen.

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Nach seinem positiven Beginn bei Bayern München hat Heynckes erste Fragen nach einem möglichen längeren Comeback auf der Trainerbank entschieden abgewehrt. "Solch eine Frage ist viel zu früh", sagte er am Freitag in München und betonte: "Wenn ich sage, ich übernehme das interimistisch, dann ist das so." Seine vierte Amtszeit beim deutschen Fußball-Rekordmeister sei mit der Vereinsführung "ganz klar vereinbart" bis zum Saisonende. Heynckes räumte ein, dass ihm die Aufgabe "langsam wieder Spaß" bereite. Es sei aber "ein Fulltime-Job, der hat es in sich".

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