FC Bayern Franck Ribéry will seinen Vertrag verlängern

Ribéry (l.) spielt seit 2007 in München.

(Foto: Getty Images For MAN)

Der Franzose lehnte ein Angebot eines anderen Klubs ab. Die Anklage gegen den FC Barcelona wegen des Neymar-Transfer wird aufgehoben. Bayern-Abwehrchef Boateng beginnt mit dem Lauftraining.

FC Bayern, Ribéry: Franck Ribéry würde gerne über sein Vertragsende im Juni 2017 hinaus weiter beim FC Bayern München spielen. "Ich habe schon ein bisschen mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge über einen neuen Vertrag gesprochen. Ich will gerne noch ein, zwei Jahre länger bleiben!", sagte der 32-jährige Franzose mit Blick auf den auslaufenden Kontrakt der Bild.

"Geld ist nicht das Wichtigste für mich. Wenn ich viel mehr Geld wollen würde, hätte ich nach China gehen müssen. Ich hatte ein Angebot. Das interessiert mich nicht! Ich will jetzt Spaß hier mit den Fans und Titel gewinnen bei Bayern - das ist mein Klub!" Zuletzt warfen ihn mehrere hartnäckige Blessuren aus der Bahn, in dieser Saison kam er erst zu fünf Bundesligaeinsätzen. "Bei hundert Prozent" sei er noch nicht. "Ich habe erst ein Spiel über 90 Minuten gemacht", sagte Ribéry dazu. Nach seiner monatelangen Verletzungsphase müsse er "vorsichtig" bleiben.

FC Barcelona, Neymar: In einem Verfahren um angebliche Unregelmäßigkeiten beim Transfer des brasilianischen Fußballstars Neymar hat ein Gericht die Anklagen gegen den FC Barcelona, den Clubchef Josep Maria Bartomeu und dessen Vorgänger Sandro Rosell aufgehoben. Wie der spanische Fußballmeister mitteilte, entsprach das Gericht in Barcelona mit der Entscheidung einem Antrag der Verteidigung. In dem Verfahren ging es um den Vorwurf gegen die Barça-Clubführung, dem spanischen Finanzamt beim Neymar-Transfer 13 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Ein Ermittlungsrichter am Nationalen Gerichtshof in Madrid hatte Bartomeu, Rosell und den Verein unter Anklage gestellt und die Eröffnung eines Prozesses angeordnet. Das Verfahren wurde später einem Gericht in Barcelona zugeteilt, das die Entscheidung des Madrider Richters nun aufhob. Damit muss das Ermittlungsverfahren nach Medienberichten vom Freitag neu aufgerollt werden. Neymar wurde in dieser Sache nicht beschuldigt.

Bayerischer Scheiterhaufen

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FC Bayern, Boateng: Jerome Boateng von Bayern München ist seinem Comeback einen kleinen Schritt nähergekommen. Der 27 Jahre alte Abwehrchef des Rekordmeisters absolvierte am Donnerstag erstmals seit seiner Verletzung wieder eine leichte Laufeinheit auf dem Rasen. Boateng hatte sich beim Rückrundenauftakt der Bayern am 22. Januar in Hamburg (2:1) eine schwere Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen und fällt seither aus. Mitte Februar hatte der Nationalspieler angekündigt, im April wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu wollen. Bundestrainer Joachim Löw plant für die EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) fest mit dem Stammspieler.

Europa League: Bei einem Polizeieinsatz vor Beginn des Europa-League-Spiels von Borussia Dortmund gegen Tottenham Hotspur sind 23 Menschen verletzt worden. Etwa 80 Fans des englischen Spitzenclubs hatten am Donnerstag gegen die Eingangstore der Dortmunder Arena gedrückt und waren ins Stadion gelangt, wie die Polizei mitteilte. Ordner und Polizisten traten den Gästeanhängern demnach entgegen und drängten sie zurück. Die Polizei habe Schlagstöcke und Reizgas eingesetzt. 17 englische Fans klagten danach über Augenreizungen. Auch ein Polizist und fünf Ordner seien leicht verletzt worden, hieß es weiter. Das Achtelfinal-Hinspiel entschied Dortmund am Abend mit 3:0 für sich.

Tennis: Annika Beck ist als dritte deutsche Tennisspielerin beim WTA-Turnier in Indian Wells in die zweite Runde eingezogen. Die 22-Jährige aus Bonn gewann am Donnerstag (Ortszeit) gegen die US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands klar in zwei Sätzen 6:2, 6:2. Die Fed-Cup-Spielerin trifft nun auf Jelina Switolina. Die Ukrainerin ist bei der mit 6,8 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung in Kalifornien an Nummer 17 gesetzt. Vor Beck hatten auch Carina Witthöft und Laura Siegemund ihre Auftaktpartien gewonnen. Ausgeschieden sind dagegen Julia Görges und Tatjana Maria.

Doping, Brasilien: Brasiliens bester Sprinterin droht das Olympia-Aus im eigenen Land: Ana Claudia Lemos, die südamerikanische Rekordhalterin über 100 und 200 Meter, ist positiv auf das anabole Steroid Oxandrolon getestet worden. Das teilte die brasilianische Anti-Doping-Agentur am Donnerstag mit. Lemos hat die Öffnung der B-Probe angefordert. Sollte diese das positive Ergebnis bestätigen, muss die 27-Jährige mit einer mehrjährigen Sperre rechnen. Mit Lemos waren die Hoffnungen verknüpft worden, dass sie in Rio die 4x100-Meter-Staffel der Brasilianer zu einer Medaille führt.