Dortmunds Torwart Weidenfeller "Das war allererste Sahne"

Auch Uli Hoeneß lobte den 32 Jahre alten Torhüter ausdrücklich. "Was Weidenfeller gehalten hat, war allererste Sahne. Wir haben die Torchancen leider nicht machen können, weil wir gegen einen überragenden Torwart gespielt haben", befand der Präsident des FC Bayern.

Für Weidenfeller waren die Elogen und die damit neuerlich angestoßene Debatte eine angenehme Begleiterscheinung des Topspiels. Mit seiner Einschätzung, die elf Punkte Rückstand auf die Bayern noch aufholen zu können, nahm er allerdings eine ähnlich exponierte Stellung beim BVB ein wie in den Schlussminuten, als er dreimal gegen Javi Martínez, Toni Kroos und Thomas Müller herausragend reagiert hatte.

"Wir sind ja keine Phantasten", sagte Dortmunds Manager Michael Zorc realistisch, "die Bayern spielen so souverän, dass du nicht davon ausgehen kannst, dass du noch acht oder elf Punkte aufholst." Acht Zähler sind es für Münchens ersten Verfolger Bayer Leverkusen.

Überdies sei es im zurückliegenden Vierteljahrhundert ja auch nur einem Verein gelungen, dreimal in Folge den Titel zu gewinnen, merkte Zorc an. Das waren die Bayern. Sie haben den Titel schon so gut wie abgeschrieben in Dortmund, zumal man bisher "in der Liga nicht so überragend" auftrete, wie Zorc befand. Er sah sich deshalb wohl auch zu der Mahnung veranlasst, der BVB solle sich als Tabellendritter nicht zu sicher fühlen, was die erneute Qualifikation für die Champions League angeht, zumal die Mannschaft dort diesmal ja auch im Frühjahr noch gefordert sein wird. "Es ist alles kein Selbstläufer. Wenn Bayern vorneweg rennt, sind wir nicht automatisch Zweiter", sagte Zorc.

Roman Weidenfeller, der Gewinner des Abends, sah das alles für den Moment ein bisschen anders. Er hatte die Münchner ja auch sehr gekonnt ausgebremst. Oder wie er hoffentlich so oder ähnlich doch irgendwo der Nachwelt hinterlassen haben mag: "I have a grandios Gipfelmeeting gespielt."