Dortmund deklassiert Bremen Fünf Tore und ein Glücklicher mehr

Nuri Sahin freut sich: die BVB-Decke wärmt ihn beim Comeback

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Überragender Rückrunden-Auftakt für Borussia Dortmund: Gegen Werder Bremen spielt der deutsche Meister von Beginn an stark und präsentiert gegen überforderte Gastgeber sehenswerte Treffer. Am Ende gönnt Jürgen Klopp Nuri Sahin sein Bundesliga-Comeback.

Wie viel Romantik ein Fußballspiel verträgt, ist wohl von Fall zu Fall verschieden, die Bundesliga-Rückkehr von Nuri Sahin wird allerdings schwer zu überbieten sein. Sahin lief auf den Platz im Weser-Stadion, setzte sich dick eingepackt auf die Bank der Dortmunder. Es war kalt in Bremen und bei minus sieben Grad wartete sie schon: Die Kuscheldecke seiner alten Heimat, ein schwarz-gelbes Tuch der Flauschigkeit. Sahin lachte mit dem Gesichtsausdruck eines Sehnsüchtigen, der endlich bekam, was er so lange vermisst hatte. Er lehnte sich selig zurück und konnte erstmal genießen.

Das Team von Trainer Jürgen Klopp startete mit einem verdienten 5:0 (2:0) in die Rückrunde und ließ den Zwölf-Punkte-Rückstand auf Tabellenführer Bayern München nicht weiter anwachsen. Die deutschen Nationalspieler Marco Reus (9. Minute) und Mario Götze (19.) sowie Felipe Santana (48.), Robert Lewandowski (81.) und Jakub Blaszczykowski (85.) sorgten mit ihren Toren für einen souveränen Auswärtssieg.

Jürgen Klopp mochte die Spekulationen um einen Einsatz von Sahin gar nicht, was er in einem Fernseh-Interview auch deutlich machte. Sehr deutlich sogar. Auf die Frage eines Reporters, warum Sahin gegen Bremen nicht in der Startelf stehe, sagte er: "Wie kann man so bescheuert sein und danach fragen? Wir fangen doch nicht an, nach einer Woche alles auf den Kopf zu stellen, was vorher auch nicht so schlecht war. Wir wollen uns weiter entwickeln und dabei wird uns Nuri helfen."

Hilfe hatte der BVB gegen Bremen kaum nötig. Werder begann ohne den gesperrten Angreifer Marco Arnautovic sehr engagiert, geriet aber schon früh in Rückstand. Reus zirkelte einen Freistoß direkt ins Tor, Werder-Keeper Sebastian Mielitz war dabei chancenlos. Kurz danach verzog der Bremer Nils Petersen, den Trainer Thomas Schaaf diesmal zurückgezogen auf der rechten Seite einsetze, aus aussichtsreicher Position.