Am 11. Juli gab Ancelotti seine erste Pressekonferenz als Bayern-Trainer. Er sprach ein beachtliches Deutsch, auf Englisch verkündete er: "Ich bin nicht hier, um eine Revolution zu starten." In sein Trainer-Team installierte er zwei Verwandte: Sein Sohn Davide Ancelotti fungierte als Co-Trainer, sein Schwiegersohn Mino Fulco als Ernährungsberater. In den ersten Wochen fiel Ancelotti vor allem damit auf, dass er seinem Ruf als Lieblingsmensch tatsächlich gerecht zu werden schien. "Unter Ancelotti spüre ich endlich wieder Vertrauen", sagte Franck Ribéry damals dem kicker , "er ist ein großartiger Trainer. Ich brauche Menschen wie ihn, Jupp Heynckes oder Ottmar Hitzfeld." Das war durchaus auch als Kritik an Amtsvorgänger Guardiola zu verstehen. Unter Ancelotti, sagte Ribéry noch, fühle er sich "frei, voll motiviert, er ist ein Geschenk für den Verein". Wie gesagt: Das war im Juli 2016.

Bild: dpa 28. September 2017, 15:302017-09-28 15:30:11 © SZ.de/chge/ghe