Bayern-Gegner Kaiserslautern Teuflischer Spaß nach dem Trauerjahr

Der 1. FC Kaiserslautern ist in der zweiten Liga personell besser aufgestellt als zuletzt in der ersten - das Pokalspiel beim FC Bayern ist eine Zugabe. Mit Mohamadou Idrissou und Alexander Baumjohann kommen am Mittwochabend zwei alte Bekannte nach München.

Von Tobias Schächter, Kaiserslautern

Erfolgreich in Kaiserslautern: Alexander Baumjohann (rechts) und Mohamadou Idrissou.

(Foto: dpa)

Stefan Kuntz hat nicht nur gute Erinnerungen an Spiele gegen den FC Bayern. Einmal knickte der Europameister von 1996 vor einer Partie in München um - als er aus dem Bus stieg: Bänderverletzung! Oft jedoch gewann Kuntz als Aktiver gegen die Bayern, 1991 schnappte er ihnen als Kapitän mit dem 1. FC Kaiserslautern die Meisterschaft weg. Mittwochabend tritt der FCK als krasser Außenseiter im Pokal in München an. Kuntz, mittlerweile Vorstandsvorsitzender der Lauterer, wurde soeben 50 Jahre alt - so alt wie die Bundesliga, deren Torschützenkönig er 1986 und 1994 war.

Über 400 Gäste hatte der FCK ins Fritz-Walter-Stadion zur Jubelfeier eingeladen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach gehörte ebenso zu den Gratulanten wie FCK- Legende Horst Eckel, viele Manager-Kollegen aus der Bundesliga oder alte Bochumer Weggefährten wie Rolf Schafstall und Uwe Leifeld. "Ich wünsche mir mehr Gründe zur Freude als zum Traurigsein", sagte Kuntz. Die Angestellten des FCK schenkten ihrem Chef eine DVD mit allen Toren, die er in der Bundesliga erzielt hat - immerhin 179 in 449 Spielen.

Der Abstieg in der vergangenen Saison war eine der traurigen Geschichten. Kuntz stand wegen verfehlter Personalpolitik stark in der Kritik, erst auf einer turbulenten Mitgliederversammlung konnte das Fanvolk beruhigt werden. Doch so richtig verarbeitet wird dieser bittere Abstieg erst sein, wenn der angestrebte Wiederaufstieg gelingt.

"Wir sind auf einem guten Weg", findet Trainer Franco Foda. Seine Elf ist in der Liga noch ungeschlagen und hinter Braunschweig und Hertha BSC Dritter. Foda wurde beim FCK als Spieler ausgebildet und war zuletzt sechs Jahre Trainer bei Sturm Graz. Er löste Krassimir Balakov ab, den vielleicht größten Fehlgriff von Kuntz.