Beim Sieg des Franzosen Martin Fourcade im ersten Einzelrennen der Saison gelingt dem jungen Deutschen Simon Schempp ein hervorragendes Ergebnis. In Östersund erreicht der 23-Jährige im 20-km-Rennen den dritten Rang - enttäuschend verläuft der Start in den Winter für Michael Greis, Arnd Pfeiffer und andere Favoriten.
Seine gesundheitlichen Probleme aus dem vergangenen Winter scheint Simon Schempp überwunden zu haben. Anders dürfte es nicht zu erklären sein, dass der Uhinger beim Auftaktrennen im Biathlon-Weltcup an diesem Mittwochabend ziemlich überraschend auf Platz drei stürmte. Im schwedischen Östersund musste sich der junge Deutsche am Ende nur dem Franzosen Martin Fourcade und dem Tschechen Michal Slesingr geschlagen geben - ein ausgezeichnetes Ergebnis für den Schützling von Trainer Steffen Hauswald.
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Dritter zum Auftakt: Simon Schempp startete stark in die Biathlon-Saison. (© Bongarts/Getty Images)
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Der 23-Jährige rettete mit seinem guten Abschneiden nicht nur die Ehre der deutschen Skijäger, sondern feierte auch einen ganz persönlichen Triumph. Wegen mehrerer Wehwehchen war Schempp 2010 frühzeitig aus dem Weltcup ausgestiegen. Nun meldete er sich mit einem starken Rennen zurück.
"Ich habe mich gar nicht so gut gefühlt. Aber ich war dann doch nicht so schlecht unterwegs. Ein Fehler im Schießstand ist nicht so schlecht, das hat super funktioniert. Platz drei, einen besseren Einstand gibt es nicht", sagte Schempp.
Dabei war der Ex-Freund von Staffelweltmeisterin Miriam Gössner auch gar nicht traurig darüber, dass er Platz zwei nur um zwei Zehntelsekunden verpasst hatte. Beim überlegenen Sieg des französischen Verfolgungsweltmeister Fourcade in 53:29,8 Minuten vor dem Tschechen Slesingr (1:54,3 Minuten zurück) hatte Schempp auf der letzten Runde um jeden Meter gekämpft.
Die Top Drei leistete sich bei nicht idealen Bedingungen jeweils nur einen Schießfehler. "Ich bin sehr glücklich. Ich habe mich auf die letzten beiden Schüsse konzentriert. Ich wusste, wenn ich einen treffe, dann gewinne ich", sagte Sieger Fourcade.
Hinter Schempp klaffte aus deutscher Sicht eine unerwartet große Lücke. Andreas Birnbacher (Schleching/4 Schießfehler) überzeugte zumindest in der Loipe und belegte Rang 28. Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/3) musste sich als 40. auch noch Turin-Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang/3) geschlagen geben, der als 32. ein mäßiges Comeback nach überstandener Sprunggelenksverletzung feierte.
Florian Graf (Eppenschlag/4) auf Rang 44 und Daniel Graf (Siegsdorf/3) als 69. verpassten ebenfalls eine gute Platzierung. Schempp, der sich seinen einzigen Fehler direkt im ersten Liegendschießen leistete, bewies anschließend große Nervenstärke. Vor allem im letzten Stehendanschlag kämpfte sich der Uhinger zu seiner dritten Null und machte damit den Weg frei für den zweiten Podestplatz seiner Karriere. Nur in der Saison 2009/2010 war er mit Platz im Verfolgungsrennen in Oslo besser gewesen.
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(sueddeutsche.de/sid/jbe)
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